Burma und Thailand im Brennpunkt - Teil 8
( 0 Votes )
News - Thema
Montag, den 29. Oktober 2007 um 08:34 Uhr
In Thailand treten einige international anerkannten Politiker und andere Personen des öffentlichen Lebens, sowie einige Wissenschaftler, nicht zur Parlamentswahl am 23. Dezember 2007 an. Hinter den Kulissen wird erklärt, dass man „sich die Hände nicht schmutzig“ machen will. D.h. das herrschende System in Thailand lässt derzeit keine wirkliche Demokratie zu. Die Machtverhältnisse werden wieder bestimmt durch einige wichtige Familien und das Militär. Diese traurige Situation, nach den Opfern, die für einen demokratischen Wandel gebracht wurden, zu konstatieren, fällt nicht leicht. Nachdem wir in den vorhergehenden Artikeln dieser Serie, vorwiegend die Entscheider und Mächtigen beleuchteten, schauen wir uns nun die Demokratiebewegung in Thailand genauer an. Die Volksbewegung (Peoples Movement) und die Oktober-Menschen (October People)

Um Thailand’s Krise zu verstehen, ist es wichtig, nicht nur das Verhalten der herrschenden Elite zu untersuchen, sondern auch die Politik einer Volksbewegung für Demokratie. Um die zu verstehen muss man zurückgehen in die Sechziger und die damals herrschenden Unruhen. International, auch in Deutschland, waren die sechziger ein Aufstand der wirklich oder scheinbar unterdrückten Gruppen der Gesellschaften. Im Zentrum dieser Unruhen standen die Studenten und eine neue Generation von Gewerkschaftern und, in Thailand, von Landarbeitern und Bauernaktivisten. Diese Bewegung nahm Formen an die sich gegen Rassismus, sexuelle Unterdrückung und Imperialismus wandten. Aktivisten aus dieser Periode spielen heute eine bedeutende Rolle in politischen Systemen überall auf der Welt. Allerdings ist ihre heutige Rolle oft entgegengesetzt zu ihren ursprünglichen Überzeugungen während der Sechziger. In Thailand hat die Bewegung der „Sechziger“ geholfen, sowohl die Politik der Thai Rak Thai als auch die der Volksbewegung für Demokratie zu gestalten.

Es wäre eigentlich zutreffender, in Thailand von einer Bewegung der Siebziger zu sprechen, wenn wir rückblickend feststellen, in welchem Jahrzehnt in Thailand der Höhepunkt im Bemühen um demokratischen Wandel erreicht wurde. Aber man kann die beiden Jahrzehnte nicht unabhängig voneinander betrachten. Die Verbindungen zwischen den Sechzigern und Siebzigern basieren auf zwei Tatsachen. Zunächst gab es die Welle von Studentenbewegungen und -aktivitäten unter den jungen Menschen in Westeuropa und den USA, die sog. 68er Bewegung, die eine Funke war, der den Linksruck und den Kampf nach mehr Freiheit in Thailand in den Siebzigern entfachte. Liberale linkslastige Ideen aus den Bewegungen im Westen fassten Fuß in der thailändischen Gesellschaft und verbreiteten sich durch Zeitungsberichte, Bücher, Musik und besonders durch Studenten, die aus westlichen Ländern nach Thailand zurück kehrten, wobei Kunststudenten besonders hervorzuheben sind. Zweitens gab es den Sieg der Kommunistischen Parteien in Indochina nachdem die USA den Vietnamkrieg verloren gab und dieser Sieg wiederum massiven Einfluss auf soziale Bewegungen in Thailand hatte. Die Siege der asiatischen Kommunisten wiederum waren in einer dialektischen Weise mit den westlichen Bewegungen der Sechziger verknüpft. Die Radikalen im Westen waren inspiriert durch die lokalen Kämpfe gegen Imperialismus und Ungerechtigkeit in Süd-Ost-Asien und anderen Regionen der Welt. Die Anti-Vietnam-Kriegs-Bewegung, die ein wichtiger Bestandteil der westlichen Sechziger darstellte, half dabei die Fähigkeit der USA, den Vietnamkrieg weiter zu führen, zu zerstören.

Wie sahen die thailändischen Siebziger aus? Das erste Bild, das sich im Gedächtnis bildet, wenn man an die Siebziger denkt, ist das von einer halben Million Menschen, hauptsächlich Schülern und Studenten, aber auch normale Arbeiter, die in Bangkok am Demokratiedenkmal am 14. Oktober 1973 demonstrieren. Das führte zur Beseitigung der Militärdiktatur. Es war der erste Massenprotest in der modernen thailändischen Geschichte. Der 14. Oktober und die folgenden Kämpfe, Siege und Niederlagen kennzeichnen die thailändischen Siebziger und beeinflussen sie bis heute.

Der Aufstand vom 14. Oktober

Die Dominanz der Militärs in der thailändischen Politik begann kurz nach der Revolution von 1932. Aber die wirkliche Machtbasis erhielten sie erst mit dem Militärputsch von Sarit im Jahr 1957. Die wirtschaftliche Entwicklung während den Jahren der Militärdiktatur in den Fünfzigern  und Sechzigern fand in einem weltweiten wirtschaftlichen Aufschwung statt und unter dem Einfluss des Korea- und Vietnamkrieges. Dieser wirtschaftliche Wachstum hatte einen grundlegenden Einfluss auf die thailändische Gesellschaft. Die Anzahl an Industriearbeitern nahm dramatisch zu und viele kleine Betriebe wurden eröffnet. Allerdings waren unter der Militärdiktatur die Gewerkschaften verboten und Löhne und Gehälter waren streng kontrolliert. Im Jahr 1973 betrug das tägliche Einkommen immer noch ca. 10 Bath und war damit praktisch unverändert seit den frühen Fünfzigern, während die Lebenshaltungskosten um ca. 50% gestiegen waren. Illegale Streiks waren bereits während der Militärdiktatur immer wieder ausgebrochen, nahmen aber dramatisch mit der zunehmenden wirtschaftlichen Zwangslage der breiten Masse zu. In den ersten 9 Monaten des Jahres 1973, vor dem 14. Oktober, gab es insgesamt 30 illegale Streiks und einer davon, bei der Thai Steel Company, führte sogar zu einem Sieg, da er durch eine breite Solidarität der Industriearbeiter unterstützt wurde. In anderen Fällen wurden Betriebe einfach geschlossen, alle Mitarbeiter entlassen und nach einem Monat mit neuen Mitarbeitern wieder eröffnet. Sogar ein dem Vermögen des Königs zuzurechnendes Luxushotel verhielt sich in dieser Weise.

Die wirtschaftliche Entwicklung führte auch zu einer massiven Ausweitung der Studentenzahlen und einer zunehmenden Anzahl von Studenten die aus Arbeiterfamilien kamen. Die Gründung der Ramkamhaeng Universität als „Volkshochschule“ im Jahr 1969 war ein deutliches Zeichen. Die Anzahl der Studenten in höheren Semestern stieg von 15,000 im Jahr 1961 auf 50,000 im Jahr 1972. Die neue Generation der Studenten war durch die Revolten, Revolutionen und Demonstrationen in der ganzen Welt beeinflusst. Der Mai 1968 in Paris war ein Beispiel. Aber schon vorher, im Jahr 1966 wurde die radikale Zeitschrift „Social Science Review“ von thailändischen Intellektuellen gegründet. Allerdings erfolgten viele Veröffentlichungen in Englisch um dem Druck der Machthaber auszuweichen. Studenten organisierten freiwillige Entwicklungshilfe auf dem Land um die Probleme der Landbevölkerung kennen zu lernen. Bis 1971 hatten 3,500 Studenten insgesamt 64 Camps besucht. 1972 wurde eine Bewegung organisiert um Japanische Produkte zu boykottieren um so gegen die ausländische Dominanz der thailändischen Wirtschaft aufzubegehren. Studenten waren auch aktiv im Bemühen die Anhebung von Busfahrpreisen in Bangkok zu verhindern.

Im Juni 1973 wurde der Rektor der Ramkamhaeng Universität gezwungen abzudanken, nachdem er versucht hatte, ein Exempel an einem Studenten zu statuieren, der eine Flugblatt geschrieben hatte, in dem die Militärdiktatur kritisiert wurde. Vier Monate später verursachte die Verhaftung von 11 Akademikern und Studenten, die Flugblätter verteilt hatten in denen eine demokratische Verfassung gefordert wurde, Demonstrationen von Hundertausenden von Studenten und Arbeitern die die Strassen von Bangkok besetzten. Als Soldaten mit Panzern auf die unbewaffneten Demonstranten feuerten, wehren sich die Menschen von Bangkok. Buspassagiere stiegen spontan aus und schlossen sich den Demonstranten an, Regierungsgebäude wurden angezündet. Die „Gelben Tieger“, eine militante Studentengruppe, spritzen Benzin aus einem gekaperten Feuerwehrwagen in die Polizeistation Parn-Fa (Brücke) und steckten sie in Brand, nachdem von dort auf sie geschossen worden war.

Der erfolgreiche Massen-Aufstand vom 14. Oktober 1973 erschütterte die herrschende Klasse Thailands in ihren Grundfesten. Während der nächsten tage konnte man in Bangkok eine seltsame neue Atmosphäre spüren. Uniformierte Sicherheitsorgane verschwanden aus dem Straßenbild und normale Menschen organisierten sich um die Stadt zu säubern. Pfadfinder steuerten den Straßenverkehr. Es war das Erste Mal, dass die normale Bevölkerung (pu-noi = little people) eine Revolution von der Basis aus begonnen hatten. Es war spontan gewesen und die Teilnehmer hatten nur undeutliche Vorstellungen welche Art von Demokratie und Gesellschaft sie eigentlich wollten. Aber die regierende Klasse war nicht in der Lage gewesen genügend Demonstranten zu erschießen um ihre Herrschaft zu schützen. Es war nicht nur ein Studentenaufstand der eine demokratische Verfassung forderte. Tausende normaler Arbeiter und Angestellter waren beteiligt und stellten die Spitze einer Streikwelle im Land dar.  

Der Erfolg bei dem Sturz der Militärdiktatur nährte das Selbstbewusstsein. Arbeiter, Bauern und Studenten begannen für mehr als nur parlamentarische Demokratie zu kämpfen. Während der zwei folgenden Monaten sah sich die durch den König ernannte zivile Regierung 300 Streiks ausgesetzt. Ein zentraler Gewerkschaftsbund wurde gegründet. Neue radikale Studentenvereinigungen wurden gegründet. Am 1. Mai 1975 demonstrierten mehr als 250,000 Menschen in Bangkok und ein halbes Jahr später nahmen über eine halbe Million Arbeiter und Angestellte an einem Generalstreik teil um gegen Preiserhöhungen zu demonstrieren. Auf dem Land gründeten kleine Bauern eigene Organisationen und kamen nach Bangkok um Ihrer Stimme Gewicht zu verleihen. Bauern und Arbeiter verlangten Gerechtigkeit vor Gericht und das Ende der alten Privilegien. Eine dreifache Allianz zwischen Studenten, Arbeitern und kleinen Bauern wurde gegründet. Einige Aktivisten wollten das Ende der Ausbeutung und des Kapitalismus selbst erreichen. Der Einfluss der Kommunistischen Partei Thailands (CPT) wurde rasch stärker, vor allen Dingen unter den Aktivisten in ländlichen Bereichen.

Als Teil des politischen Reformprozesses, präsidierte der König im Dezember 1973 über ein handverlesenes Nationalforum. Dieses Forum, welches aus Mitgliedern verschiedener Berufe bestand, hatte die Aufgabe ein neues Parlament auszuwählen. Kukrit Pramoj wurde als Vorsitzender des neuen Parlaments gewählt, als dieses am 28. Dezember eröffnet wurde, während Sanya Tammasak Premierminister blieb. Allerdings konnte dieses Parlament und die Sanya-Regieurng die wachsenden Spannungen in der Gesellschaft zwischen den Konservativen und der Linken, oder besser gesagt zwischen den Reichen und den Armen, beseitigen.

Die ersten demokratischen Wahlen seit dem Aufstand vom Oktober 1973 wurden im Januar 1975 abgehalten. Das Parlament war linkslastig und die Regierungspolitik sah sich dem Zwang ausgesetzt sich der dringenden sozialen Problemen anzunehmen. Linksparteien, wie z.B. die New Force Party (Partei der neuen Kraft), der Socialist Party of Thailand (Sozialistische Partei Thailands) und der Socialist Front Party (Partei der Sozialistischen Front Thailands) gewannen 37 Sitze (von insgesamt 269) nahmen aber an keiner Koalitionsregierung teil. Die erste Koalitionsregierung wurde unter Seni Pramoj durch die Democrat Party (Demokraten) und die Social Agriculture Party (Bauernpartei / Partei der sozialen Landwirtwsschaft) gebildet. Diese rechtsgerichtete Regierung verlautbarte eine Sozialdemokratische Politik betreiben zu wollen. Allerdings verlor die Regierung eine Vertrauensabstimmung im Parlament im März 1975 und wurde ersetzt durch eine neue Koalition die von Kukrit Pramoj von der Social Action Party (Partei der sozialen Aktivität) angeführt wurde. Die neue Regierung initiierte einige sozialpolitische Neuerungen, z.B. ein Arbeitsplatzbeschaffungsprogramm. Die Regierung musste mit einer wachsenden sozialen Spannung fertig werden. Streiks, Demonstrationen und politische Morde waren an der Tagesordnung. (Anmerkung: Wie man heute weiß wurden fast alle Morde durch rechtsgerichtete Kräfte, die teilweise paramilitärisch organisiert waren und die Unterstützung von Militär und Monarchie genossen, durchgeführt.) Das führte letztendlich zur Auflösung des Parlamentes im Januar 1976 und Wahlen die im April stattfanden. Die Aprilwahlen führten zu einem Rechtsruck. Verursacht durch eine Einschüchterung der Linksparteien und -wähler, durch systematische Verfolgung und Ermordung, und durch einen Rechtsruck in der Mittelklasse, die Angst vor einer Zunahme der Radikalisierung hatten.

Die Studentenbewegung nach dem 14. Oktober 1973

Es ist wichtig festzuhalten, dass der 14. Oktober 1973 der Höhepunkt im Bestreben war, die Militärdiktatur abzuschütteln, was dann in der Folge zu einem Kampf um soziale Gerechtigkeit und Sozialismus zwischen Studenten, Arbeitern und kleinen Bauern mündete. Es ist interessant die Aktivitäten der damals erstmalig radikalisierten jungen Leute, die später die Oktober-Leute (October People - Kon Duan Tula) genannt wurden, zu beobachten. Es ist diese Generation, die eine wichtige Rolle sowohl in der Volksbewegung als auch in Teilen der etablierten politischen Parteien von heute in der thailändischen Gesellschaft spielen.

Während des Zeitraums, der schließlich zur Abschaffung der Militärdiktatur am 14. Oktober 1973 führte, wurden viele Studentenzentren und Vereinigungen in verschiedenen Regionen und in unterschiedlichen Ausbildungsstätten gegründet. Es gab auch Versuche, die Aktionen der unterschiedlichen Gruppen in einem gemeinsamen Verband zu organisieren: Das nationale Studentenzentrum Thailands (National Student Centre of Thailand). Dieses und andere Studentenzentren wurden immer aktiver durch soziale Kampagnen, oft als Teil der Dreifachallianz mit Arbeitern und der Landbevölkerung. Allerdings wurde die Bewegung geschwächt durch personelle und politische Differenzen. Seksan Prasertkul, einer der Studentenführer des 14. Oktober, gründete die „freie Thammasart Gruppe“ (Thammasart ist eine Universität, gegründet nach der Revolution 1932 durch Pridi, einen der Revolutionäre, um nicht nur adligen Zugang zu einer Universitätsausbildung zu ermöglichen.). Ein anderer Studentführer, Tirayut Boonmi,  gründete die „Menschen für Demokratie Gruppe“ (People for Democracy Group). (Anmerkung: Beide sind heute Lehrer an der Thammasart Universität.) Diese so genannten „unabhängigen Gruppen“ hatten das Gefühl, dass das Nationale Studenten Zentrum zu konservativ war, und sich oft widersetzte, wenn es um die Mobilisierung von Studenten in wichtigen Angelegenheiten, wie z.B. der Rückkehr des entmachteten Diktators Feldmarschalls Thanom Kittikachorn, im Jahr 1974, ging. Aus diesem Grund gründeten verschiedene unabhängige Gruppen ein alternatives Zentrum, welches Sie „Nationale Koalition gegen Diktatur“ nannten und dessen Sekretär Sutam Sangprathum wurde.

Ein wichtiges Aktionsgebiet für die Studenten war der Kampf gegen US Imperialismus und für die so genannte „Unabhängigkeit Thailands“. Die Diktatoren waren enge Verbündete der Vereinigten Staaten während des kalten Krieges gewesen und hatten eine große Anzahl an Soldaten als Verbündete der US-Kräfte sowohl in den Koreakrieg als auch den Vietnamkrieg entsandt.  1973 gab es 12 amerikanische US-Basen im Land, dort waren 550 Flugzeuge und tausende von Truppen auf thailändischem Staatsgebiet stationiert um die US-Kräfte in Indochina zu unterstützten. Diese Militärbasen waren rechtlich gesehen U.S. Hoheitsgebiet. Dieser Punkt wurde ganz augenscheinlich, als ein thailändischer Staatsbürger, Tep Kankla, für den Mord an einem amerikanischen Soldaten im Dezember 1973 durch ein amerikanisches Militärgericht verurteilt und später hingerichtet wurde. Abgesehen davon war gegen Ende des Indochinakrieges am 14. Mai 1975 von der US-Basis U-Tapao ein Angriff gegen Kambodscha gestartet, ohne vorher die thailändische Regierung zu konsultieren.

Die Stationierung einer so großen Militärmacht, zusätzlich zu einer wirtschaftlichen Dominanz durch US-Gesellschaften in der thailändischen Wirtschaft, schien die Maoistische Analyse der Kommunistischen Partei Thailands zu bestätigen, die von einer „Halb-Kolonialisierung“ durch die USA sprach. Nach 1973 gab es daher einen wachsenden Druck gegen die US-Basen  Diese Bestrebungen erhielten Unterstützung durch die Niederlage der Amerikaner im Vietnamkrieg und der daraus entstehenden neuen geo-politischen Konsequenzen, die schließlich zur Forderung von Premierminister Kukrit im März 1975 führen, die US-Truppen abzuziehen. Unterstützt wurde er durch massive Anti-US-Demonstrationen am 21. März 1976. Kurz darauf zogen die USA ihre Truppen tatsächlich aus Thailand ab.

Ein anderes wichtiges Gebiet der Studentenbewegung war das der Menschenrechte und Demokratie. Studenten drängten auf stärkere demokratische Reformen als in der Verfassung von 1974 festgelegt waren, was zu staatlichen Repressionen führte. Am 24. Januar 1974 stürmten und verbrannten Sicherheitskräfte das Dorf Na Sai in der nord-östlichen Provinz Nong Kai. Drei Dorfbewohner wurden durch die Regierungskräfte getötet. Ursprünglich hatte die Regierung diese Tat den Kommunisten anlasten wollen, aber Tirayut Boonmai konnte öffentlich beweisen, dass es die Regierung gewesen war. Durch Druck der Studentenbewegung war die Regierung schließlich gezwungen die Tat zuzugeben und den Dorfbewohnern eine Entschädigung zu zahlen. General Saiyut Kertpol, Kopf der Einheit, die für die Bekämpfung der kommunistischen Kämpfer verantwortlich war, musste zugeben, dass die Regierungspolitik der Vergangenheit „zu hart“ gewesen wäre.

Dem Na Sai Vorfall folgte die Enthüllung einer anderen kriminellen Handlung der Regierung in der südlichen Provinz Patalung. Es wird vermutet, dass zwischen 1971 und 1973 staatliche Kräfte systematisch Dorfbewohner verhaftet und verhört hatten, was in mehr als 3,000 Morden gipfelte. Was als „Rotes Fass“ Vorfall bekannt wurde war die Ermordung von Dorfbewohnern in Fässern mit siedendem Öl oder indem sie aus fliegenden Hubschraubern geworfen wurden.

Zusätzlich zum Bloßstellen staatlicher Repression beteiligten sich Studenten als Freiwillige während der Sommerferien 1974 an einer staatlich organisierten Kampagne „Ausbreiten der Demokratie unter der ländlichen Bevölkerung“.  Obwohl die Kampagne eher bevormundenden Charakter hatte, ermöglichte sie tausenden von städtischen Studenten die ländlichen sozialen Probleme aus erster Hand kennen zu lernen. Das verstärkte die spätere Kooperation zwischen Studenten und kleinen Bauern in der Dreifachallianz. Es erzeugte einen Linksruck in der Studentenbewegung und schärfte deren Sinne für soziale Gerechtigkeit.

An der Kulturfront bemühten sich die Studenten in Kunst und Literatur näher an das Leben der normalen Menschen heran zu rücken. Das war oft beeinflusst durch die stalinistischen Ideen des sozialistischen Realismus, die z.B. in den Schriften von Jit Pumisak gefunden werden. Eine Ausstellung mit dem Titel „Brennende Literatur“ verurteilte konservative Bücher, die dem „Feudalsystem“ dienten. Gleichzeitig entstand erfrischend neue „Literatur für die Menschen“ und „Theater für die Menschen“. Manchmal wurde thailändischer Text mit westlichen Protestsongs gemischt. Eine Kampagne wurde gestartet gegen das elitäre Ausbildungssystem, die wiederum ein Regierung-Komitee mündete welches 1975 die Reform der Ausbildung realisieren sollte.

Eine wichtige Organisation die aus diesen kulturellen Aktivitäten entstand war die „Koalition der Künstler Thailands“, die eine Aufstellung im Freien auf der Rajchadamnern Avenue im Oktober 1975 durchführte. Diese Studenten und Künstler waren wichtige Teile der demokratischen Bewegung in dem sie Poster, Plakate und Banner entwarfen, z.B. beim Kampf gegen den Einfluss des Militärs und gegen die US-Basen. In mannigfaltiger Weise war die Künstlerbewegung pluralistischer als die Studentenorganisation, denn sie war stärker durch die liberalen Ideen aus den Sechziger Bewegungen des Westens beeinflusst, gleichzeitig aber auch durch die Kommunistische Partei Thailands.

Studentische Politik in den Universitäten und Hochschulen

Eine wichtige Konsequenz aus dem erfolgreichen Aufstand gegen Diktatur vom 14. Oktober 1973 war die Gründung linksgerichteter studentischer Parteien and Universitäten und Hochschulen. Diese bewarben sich bei Wahlen von Studentenvereinigungen. Einige hatten unmittelbar Erfolg, während andere langsamer ihren Einfluss auf Kosten der eher rechts orientierten Kräfte vergrößerten. Bis Mitte 1976 hatten die meisten Universitäten und Hochschulen linke Selbstverwaltungen. So auch die Kasetsart Universität, die zunächst für eine Bastion der rechten Kräfte gehalten worden war. Nachdem der Sieg der Linken klar war, konnten die Selbstverwaltungen sich erneut im Nationalen Studenten Zentrum vereinigen. Kriangkamol Laohapairote wurde der Sekretär. Ein Effekt des Sieges der Linken an Universitäten und Hochschulen war die zeitweise Aufhebung des Senioren-Systems (SOTUS), da Studenten weniger elitär dachten und handelten und sich für soziale Veränderungen einsetzten. Studentische Sommerlager wurden auf dem Land organisiert, um Erfahrungen mit armen Bauern zu teilen, während Universitäts-interne Fußballturniere weniger beachtet wurden als in der Vergangenheit.

Obwohl die verschiedenen linken Studentenorganisationen in verschiedenen Institutionen mehr oder weniger autonom waren, teilten sie die generelle Ideologie, die stark durch den Maoismus der Kommunistischen Partei Thailands beeinflusst war. Dies kann z.B. an der Konzentration der Aktivitäten auf die Landbevölkerung gesehen werden, auch wenn einige Gruppen sich den städtischen Arbeitern zuwandten. Die Studentenbewegung war in erster Linie eine sozialistische Bewegung die mit der Kommunistischen Partei die Analyse der Situation in Thailand teilte, nach der es sich um eine halb-feudale, halb durch die USA kolonial beherrschte Gesellschaft handelte. Der bewaffnete Kampf der Kommunistischen Partei auf dem Land wurde als Schlüssel zur Schaffung einer besseren Gesellschaft angesehen. Viele linksgerichtete Studentengruppen schlugen sich auf die Seite der CPT-Führung während der ideologischen Auseinandersetzungen mit ehemaligen Führungs-Mitgliedern der Kommunistischen Partei wie z.B. Pin Bua-orn. Pin war gegen den bewaffneten Kampf und wollte die ursprüngliche Stalinistisch-Maoistische klassenübergreifende Politik von Allianzen realisieren, die von der CPT während der Pibul-Songkram und der frühen Sarit Diktatur vertreten worden war. Studentengruppen übernahmen auch die Argumente der CPT-Führung bezüglich des Führungskampfes innerhalb der chinesischen Elite zum Ende der Kulturrevolution.

Der Einfluss der CPT auf die Studentenbewegung war kein Geheimnis. Es widerspiegelte das Wachstum der linken Ideen bei vielen Tailändern in dieser Zeit. Der Einfluss der Kommunistischen Partei in der Praxis resultierte aus 3 Hauptquellen: Erstens war die CPT die einzige Linkspartei die eine schlüssige Analyse der thailändischen Gesellschaft anbot und dazu einen klaren Aktionsplan. Daher wandten sich viele die nach einer Lösung suchten automatisch zu dieser einzigen Alternative, insbesondere nach dem Sieg verschiedener Kommunistischer Systeme in den Nachbarstaaten Indochinas. Zweitens waren Jungmitglieder und Vollmitglieder Aktivisten innerhalb der Studentenbewegung. Sie waren entweder schon während der Gymnasialzeit oder kurz nach Eintritt in die Universität angeworben worden. Der Anwerbeprozess war lang und beinhaltete die Arbeit in kleinen geheimen Studentengruppen die dabei halfen die Ideologie der CPT zu verbreiten. Drittens wurden Artikel, die die CPT-Strategie und Politik erläuterten in studentischen Zeitschriften wie z.B. Atipat und über eigene Radiostationen verbreitet. Die „Stimme der Menschen Thailands“ war unter vielen Menschen in der damaligen Zeit sehr populär.

Es wäre falsch anzunehmen, dass die Studentenführer, selbst die, welche in der Kommunistischen Partei organisiert waren, direkte Befehle vom CPT- Zentral-Komitee erhalten hätten. Zunächst waren die Parteiführer sehr weit entfernt auf dem Land und außerdem sah die vorwiegend maoistisch gefärbte Führung den Kampf in den Städten nicht als zentrale maoistische Revolutionsstrategie an. Aus diesem Grund kann angenommen werden, dass im Zeitraum von 1973 bis 1976 die Studentischen Aktivisten sich zum größten Teil selbständig organisiert und geführt hatten, obwohl sie die übergeordnete politische Analyse der Partei akzeptierten. Dies wird durch viele Studentenführern dieser Zeit bestätigt.

Wie bereits erwähnt gewannen die linken Studentengruppen eine Wahl nach der anderen. An der Thamassart Universität war die Palang Tum Party (Partei der Moralischen Stärkung) kurz vor dem Oktoberaufstand von 1973 gegründet und gewann mit Peerapol Triyakasem die folgenden Wahlen. An der Ramkamhaeng Volkshochschule, gewann die Sajja-Tum Party (Moralische Wahrheit) nach und nach die Mehrheit und übernahm die Führung in der studentischen Verwaltung im Jahr 1975. An der Chulalongkorn Universität gewann die Chula Prachachon Party die Wahlen von 1976 gegen eine Rechtspartei und Anek Laothamatas wurde Präsident der Studentenorganisation.

Das Abdrehen nach Links unter den Studenten während der Zeit von 1973 bis 1976, bis zur Beherrschung durch die Linken, reflektiert die Polarisierung zwischen Rechts und Links die in der gesamten Gesellschaft stattfand. Daraus können wir verstehen warum die herrschende Klasse jede ihr zur Verfügung stehende Gewalt anwendete um die linksgerichtete Studentenbewegung zu zerschlagen. Ihre Versuche wurden schließlich vom Erfolg gekrönt mit dem Blutbad am 6. Oktober 1976 in der Thammasart Universität.

Das Blutbad vom 6. Oktober 1976

In den frühen Morgenstunden des 6. Oktober 1976 löste uniformierte Polizei, die auf dem Gelände des Nationalmuseums stationiert war, welche Tür and Tür mit der Thammasart Universität liegt, eine friedliche Protestaktion von Studenten und Arbeitern auf dem Universitätscampus unter dem unbarmherzigen Feuern aus automatischen Waffen auf. Zum gleichen Zeitpunkt drängte eine Gang ultra-rechter paramilitärischer Kräfte, bekannt als Village Scouts (die sich der Monarchie besonders verbunden fühlten, unter anderem eine ähnliche Organisation darstellten wie die der IM in der ehemaligen DDR, und von der königlichen Familie besonders gefördert wurden), Krating-Daeng und Nawapon, in einer Orgie der Brutalität in Richtung des Haupteingangs der Universität. Studenten und deren Unterstützer wurden an Bäumen im Bereich von Sanam Luang aufgehängt. Andere wurden lebend verbrannt während der Mob um die Flammen tanzte. Männer und Frauen, tot und lebendig waren den abscheulichsten, gewalttätigsten und abartigsten Taten ausgesetzt.

Von vor Morgengrauen waren Studenten von Polizei, die an allen Ausgängen stationiert war, davon abgehalten worden, den Campus zu verlassen. Innerhalb des abgeriegelten Geländes wütete schwer bewaffneter Polizei der thailändischen Version des FBI, der Grenzpolizei und Spezialeinheiten der Stadtpolizei von Bangkok. Unbewaffnete Männer und Frauen, die vor den ersten Schüssen in die Wirtschaftsfakultät geflüchtet waren, wurden mit Waffengewalt gezwungen sich ohne Oberkörperbekleidung mit dem Gesicht auf das Gras des Fußballfeldes zu legen. Polizei feuerte dann ständig über die Köpfe. Die heißen Patronen brannten auf den nackten Körpern. Andere Studenten, die versuchten aus den Campus-Gebäuden über Nebenausgänge zu entkommen, wurden gejagt wie Tiere und gnadenlos niedergeschossen. Die Methoden der staatlichen Sicherheitsbehörden im Rückblick erinnern an die schrecklichen Vorgänge unter der Taksinregierung im Jahr 2004 beim TAKBAI Massaker im Süden Thailands, bei dem ein halbes dutzend unbewaffneter Demonstranten erschossen und 87 Gefangene auf den Ladeflächen von Armeelastern während des Transports zu einem Armeecamp ermordet wurden. Über letzteren Vorgang gibt es in YouTube shockierende Videos. Auch nach dem Sturz der Taksinregierung hat es keine Verfolgung der Verbrechen gegeben.

Die Aktionen von Polizei und Rechtsmob am 6. Oktober 1976 waren der Höhepunkt des Versuchs der herrschenden Klasse, die weitere Entwicklung einer sozialistischen Bewegung in Thailand zu beenden. Die Ereignisse an der Thammasat Universität wurden von einem Militärputsch gefolgt, der die Macht einer der konservativsten Rechtsregierung welche Thailand je gesehen hatte, den Weg frei machte. In den Tagen die folgten wurden Razzien in Büros und Privathäusern von Organisationen und Einzelpersonen durchgeführt. Gewerkschaftsführer wurden verhaftet und Gewerkschaften entrechtet. Mitte-Links und Linke Zeitungen wurden geschlossen und ihre Büros verwüstet. Politische Parteien, Studentenvereinigungen, Studentische Organisationen und Bauernorganisationen wurden verboten. Die neue Militärregierung erließ eine Liste von 204 verbotenen Büchern. Universitätsbüchereien wurden durchsucht und Bücher konfisziert und öffentlich verbrannt. Mehr als 100,000 Bücher wurden verbrannt, als Sulak Sivarak’s Buchladen und Lager verwüstet wurde. Neben offensichtlich kommunistischen Autoren wie Marx, Lenin, Mao oder Jit Pumisak wurden auch Autoren wie Pridi Phanomyong, Maxim Gorky, Julius Nyerere, Sanch Chamarik, Cahi-anan Samudwanij, Charnvit Kasetsiri und Rangsan Tanapornpan auf die Listen gesetzt. Deutsche Leser werden sich and Vorgänge im Dritten Reich erinnert fühlen.

Die herrschende Klasse in Thailand wollte die weitere Entwicklung der sozialen Entwicklung beenden, insbesondere in den urbanen Zentren. Dies kann aus dem politischen Klima dieser Zeit erklärt werden. Drei Jahre vorher, am 14. Oktober 1973 hatte eine Massenbewegung die Militärdiktatur, welche seit 1957 geherrscht hatte, beendet. Aber alleine die Einführung einer parlamentarischen Demokratie beseitige nicht die tief sitzenden sozialen Probleme. Daher hielten die Proteste, Streiks und Fabrikbesetzungen an. Zur gleichen Zeit verlor die USA den Krieg inVietnam. Um 1975 hatten kommunistische Regierungen die Macht im benachbarten Laos, Vietnam und Kambodscha übernommen und der ländliche Kampf der Kommunistischen Partei Thailands gewann zunehmend Anhänger. Die Ereignisse des 6. Oktober und der folgende Staatsstreich waren nicht einfach eine Rückkehr zur Militärdiktatur. Sie waren vielmehr der Versuch die populäre Bewegung für soziale Gerechtigkeit und die Linke insgesamt zu vernichten und die Position der Elite zu stärken. Es war nicht das Erste Mal und nicht das Letzte Mal, dass die Elite Thailands Gewalt und einen Militärstreich nutzte um ihre eigenen Interessen durchzusetzen.

Es wäre falsch anzunehmen, dass es einen detaillierten und koordinierten Plan der gesamten thailändischen Elite gab, die zu den Ereignissen des 6. Oktobers führten. Andererseits ist es auch falsch zu vermuten, dass nur ein oder zwei Individuen oder Gruppen hinter der Zerschlagung der Linken standen. Was am 6. Oktober 1976 geschah, war das Resultat einer stillen Übereinkunft der Elite, dass das Zulassen einer demokratischen Bewegung das Erlauben von „zu viel Freiheit“ für die Linke bedeutete. Es ist wahrscheinlich, dass es Zustimmung und Ablehnung innerhalb der Elite darüber gab, wie man vorgehen sollte. Die generelle Einsicht, dass außerparlamentarische Methoden verwendet werden müssten, führte jedoch zu unkoordinierter Gründung von verschiedenen rechtsgerichteten, faschistoiden Gruppen.

Historiker haben versucht, die Rolle der Monarchie bei den Ereignissen des 6. Oktober 1976 zu analysieren. Die meisten vertreten die Ansicht, dass die Monarchie im weitesten Sinn den Weg für einen Militärcoup geebnet hatte, in dem sie offene Unterstützung für rechtsgerichtete Kräfte zeigte. Was wir wissen ist, dass die Monarchie offen die Village Scout Bewegung unterstützte und ermutigte. Auch noch als dort das Töten von Feinden systematisch geübt wurde. Zusätzlich war die Monarchie eng mit der Border Patrol Police, der Grenzpolizei verbunden, die die Village Scouts gegründet hatte und auch eine zentrale Rolle bei den Morden an der Thammasart Universität spielte. Schließlich hatte die Monarchie die Rückkehr des Ex-Diktators Thanom unterstützt, indem sie ihn kurz nach seiner Rückkehr, und kurz vor den blutigen Ereignissen, besuchte.

Das Bild der regierenden Klasse in Thailand, welches sich 1976 zeigte, ist das einer Gruppe, die einige darin ist, die Linke zu zerstören, aber uneinig mit welchen Mitteln das geschehen sollte. Das hatte wichtige Folgen in der Evolution der Diktaturen nach 1976. Die unmittelbare Folge des Blutbades in der Thammasat-Universität war, dass tausende von Studenten auf das Land gingen und dem Staat einen erbitterten Kampf unter Führung der CPT (Kommunistischen Partei) bot. Nach einem Jahr wurde die extrem rechte Regierung von Tanin Kraivichien, die augenscheinlich die Gunst des Köngs hatte, von der Macht entfernt. Die Elemente der herrschenden Klasse, die der Meinung waren, dass nicht nur die Natur des Anschlages vom 6. Oktober, sondern auch die extreme Regierung von Tanin eine immer größere Spaltung des Landes verursachte und letztendlich in die Hände der Kommunistischen Partei spielte, die zunehmenden Zulauf erhielt. Es ist nicht verwunderlich, dass die, die für eine liberalere Linie eintraten, die Offiziere waren, die an der Front im Bürgerkrieg gegen die Kommunisten kämpften. Ihnen war klar, dass im Kampf gegen die Linke auch eine politische Übereinkunft geschaffen werden musste, neben dem Kampf mit der Waffe. Wie General Prem Tinsulanon, vom König ernannter Premierminister (nicht gewählt) von 1980 bis 1988 in einem ITV Interview im Jahr 1999 sagte: „Die Studenten traten der kommunistischen Parte bei weil sie brutal unterdrückt wurden. Der beste Weg die Kommunisten zu bekämpfen war, Gerechtigkeit in der Gesellschaft einzuführen.“

Drei Jahre nach 1976 verkündete die Regierung eine Amnestie für die, welche sich den Kommunisten angeschlossen hatten. Dies traf zusammen mit der Spaltung und Streitereien zwischen den Studentischen Aktivisten und den konservativen Teilen der CPT-Führung. Bis zum Jahr 1988 waren alle Studenten in die Stadt zurückgekehrt und die CPT brach zusammen. Thailand kehrte zu einer nahezu vollwertigen parlamentarischen Demokratie zurück, allerdings mit einer Ausnahme: Es war ein Parlament ohne die Linke und ohne eine Vertretung der Arbeiter oder kleinen Bauern. Vor dem blutigen Oktober hatten linke Parteien wie die sozialistische Front oder die sozialistische Partei 14,4 % von 2,5 Millionen Wählerstimmen in der Wahl von 1975 gewonnen. Besonders im Norden und Nord-Osten gewann sie zahlreiche Mandate. Außerhalb des von der Regierung kontrollierten Bereiches hatte die Kommunistische Partei einen großen Einfluss. Nun war die organisierte Linke zerstört.

Der Fehler der maoistischen Strategie der CPT war, dass sie die Stadt der herrschenden Klasse überließ. Die CPT argumentierte, dass, da die Städte die Zentren der alten Macht waren, ein kommunistischer Sieg nur durch eine Umzingelung der Städte durch „befreite Zonen“ möglich war. Die Tatsache, dass die herrschende Klasse eine Art Zerschlagung der Linken vor dem 6. Oktober plante, war kein Geheimnis. Die CPT hatte begonnen Schlüsselaktivisten aus Bangkok abzuziehen, lange bevor das Massaker stattfand. Ihre maoistische Strategie hatte nie eingeplant, sich einem rechten Anschlag in Bangkok zu widersetzen. Die kommunistische Partei hatte damit nicht nur darin versagt die Linken in Bangkok zu schütezn, sondern erzeugte dadurch auch eine massive Demoralisierung unter den Linken insbesondere als internationale Ereignisse den Stalinismus und Maoismus unterminierten. Am zwanzigsten Jahrestag des 6. Oktober kamen eine große Anzahl früherer Studenten und Kommunisten in der Thammasat Universität, zum ersten Mal seit dem Massaker, zusammen. Kein einziger Sprecher während irgend eines Meetings sprach sich dafür aus, dass es noch eine Zukunft für den Sozialismus gäbe. Die derzeitigen grünen Triebe, die die Widergeburt einer neuen Linken markieren, basieren auf einer anti-stalinistischen, Trotzkistischen Tradition, die die verschiedenen „kommunistischen“ Regime, die es in der Vergangenheit gab, als gegensätzlich zu wahrem Sozialismus und Marxismus ansehen.

Die Erfahrungen der Studenten im Dschungel mit der Kommunistischen Partei Thailands.

Es gab viele Erklärungen für den Exodus der städtischen Studenten aus den von der CPT gehaltenen Dschungelgebieten in den frühen Achtzigern, die vielleicht den Zusammenbruch der Partei verursachten. CPT-Oldtimer führten aus, dass die Studenten keine wahren Revolutionäre gewesen seien, sondern dass sie nette bürgerlichen Traditionen zeigten, und dass sie nur in den Dschungel geflohen wären um der Vernichtung in der Stadt zu entkommen. Das thailändische Establishment argumentiert ähnlich. Es führt aus, dass die Studenten gezwungen gewesen wären aus der Stadt zu fliehen und das die meisten keine wirklichen Kommunisten gewesen wären (weil vermutlich kein vernünftig denkender Mensch Kommunist sein könne). Das Establishment argumentiert auch, dass die CPT eine „ausländische“ Organisation gewesen wäre, dominiert von „chinesischer Ideologie“. Folgt man der üblichen Erklärung, flirteten die Studenten nur mit linken Ideen in ihrer fehlgeleiteten Jugend. Diese Idee scheint von den Studentenaktivisten selber vertreten zu werden, besonders von denen die heute wichtige Positionen in der Gesellschaft innehaben und die gerne ihre Vergangenheit vergessen machen möchten. Aber diese Erklärung des Zusammenbruchs der CPT ist sehr oberflächlich.

Kommunistische Ideen der CPT hatten einen großen Einfluss auf junge städtische Aktivisten von 1973 bis 1976. Das ist aus zwei Gründen nicht erstaunlich. Zunächst hatte die konservative Ideologie „Nation, Religion und Monarchie“ ein Fundament für die militärischen Diktaturen dargestellt. Es ging Hand in Hand mit Korruption an der Spitze und großer Armut an der Basis. Jeder der eine bessere Welt schaffen wollte würde kaum die Ideologie der herrschenden Klasse in Betracht ziehen. Zweitens waren die kommunistischen Parteien in der Welt auf einem Siegeskurs gegen den Imperialismus und es schien dass alternative Gesellschaften konnten durch Kommunisten in vielen Ländern aufgebaut werden. Deshalb kann man annehmen, dass trotz späterer Dementis, sich der Großteil der Studenten und jungen Aktivisten in den Siebzigern als Linke ansahen, und sich verpflichtet fühlten, sozialistische Reformen in der thailändischen Gesellschaft zu verfolgen.

Tausende verließen nicht Ihre Familien und Zuhause um den bewaffneten Kampf für Gerechtigkeit auf dem Land aufzunehmen nur aus Langeweile oder aus einer Mode heraus. Das Leben in den von der CPT gehaltenen Dschungelgebieten war hart. Sie mussten gegen die Armee kämpfen, ihren eigenen Lebensmittelvorrat beschaffen und unter primitivsten Bedingungen leben. Während der Regensaison trocknete ihre Kleidung oft über Wochen nicht und wurden während des Tragens von Schimmel befallen. Essen war eintönig und sexuelle Verbindungen waren verpönt. Aus diesem Grund ist es fair zu sagen, dass die Studenten, die nach dem 6. Oktober in die CPT eintraten, sich vollständig dem Kampf um Sozialismus verschrieben hatten. Natürlich bedeutete das unterschiedliche Dinge für verschiedene Menschen. Die, die sich weniger verpflichtet fühlten oder aus persönlichen Gründen nicht gehen konnten, blieben in den Städten. Trotz der schrecklichen Ereignisse des 6. Oktober 1976 war es für die meisten Studenten möglich, ihre Köpfe geduckt zu halten und auf politisches Engagement zu verzichten. Viele taten genau das und nur wenige wurden verhaftet und ermordet nach dem 6. Oktober.

Der wahre Grund für den Exodus aus den CPT-Camps einige Jahre später war nicht das Fehlen einer Verpflichtung oder Motivation. Es war die Unfähigkeit der CPT eine glaubwürdige Strategie für eine thailändische sozialistische Revolution zu entwickeln und das fehlende Vertrauen in die jungen Aktivisten die in den Siebzigern dazu gekommen waren. Dies hat hauptsächlich etwas mit der stalinistisch-maoistischen Ausprägung der Partei zu tun. Erstens funktionierte der bewaffnete Kampf auf dem Land nicht wirklich. Seit 1932 hatten die wesentlichen sozialen Veränderungen in der Stadt stattgefunden. Selbst ländliche Bewegungen gingen in die Stadt um zu Demonstrieren. Zusätzlich war der Kampf kleiner Bauern um soziale Gerechtigkeit ein wichtiger Punkt, aber es war ein defensiver und konservativer Kampf ums Überleben, nicht der für eine zukünftige Gesellschaft. Zweitens ließ es die autoritäre Natur des Stalinismus / Maoismus nicht zu, sich mit den Studenten auseinanderzusetzen, was zu internen Streitereien führte. Schließlich waren sie die Schlüsselfiguren für die Beseitigung der Militärdiktatur von 1973 gewesen. Und hatten schon damals mit ihrem Blut bezahlt. Die hauptsächliche Erfahrung, die Studenten im Dschungel mit der CPT machten war ein abwürgen jeder originellen Idee und ein Fehlen jeglicher Freiheit zu diskutieren. Dies war der wichtigste Faktor, der nach der ersten Begeisterung der „Hochzeitsnacht“ nach dem Zulauf aus den Städten im Oktober 1976, schließlich wieder zum Ausbluten führte. Schließlich wandte sich die chinesische Regierung von der kommunistischen Partei Thailands ab, als die chinesische Regierung politische Beziehungen mit der thailändischen Regierung aufnahm, was den Maoismus unter den Studenten endgültig diskreditierte.

Als die CPT zusammen brach und die Oktober-Leute in die offene Gesellschaft zurück kehrten, war das politische Regime in den Achtziger Jahren in Thailand schrittweise liberalisiert worden. Teilweise was dies „von oben“ unter dem Druck der Revolten in den Siebzigern organisiert worden, und Massendemonstrationen gegen die Militärdiktatur im Jahr 1992 beschleunigte die Entwicklung. Die wirtschaftliche Krise von 1997 stimulierte den Wechsel noch mehr. Zwei wichtige Ergebnisse diese Wechsels konnte man in der Verfassung von 1997 und im Aufstieg der Thai Rak Thai Partei sehen.

Die Nach-kommunistische Veränderung der Ideologie

Der Zusammenbruch der CPT resultierte aus einer Verschiebung der Ideologie innerhalb der Volksbewegung hin zu einem dritten Reformweg, der Theorie der Autonomen und dem und der Postmoderne. Das passierte mehr oder weniger in der ganzen Welt, spätestens endgültig mit dem Fall der Berliner Mauer und dem Ende des kalten Krieges. Allerdings fühlten sich wenige Thailänder in der Volksbewegung dazu geneigt Autonome oder Post-Modernisten zu werden. Dies weil die Verweigerung einer Theorie in diesen beiden konkurrierenden Systemen, die Menschen dazu führt, jedwede Politik abzulehnen. Thailändische Aktivisten artikulieren oft verschiedene internationale Ideologien, glauben aber trotzdem einzigartig als Thai zu sein.

Die Autonomen.

Die Autonomen, so wie in Thailand zu sehen, sind als lokale Anarchisten anzusehen. Diese Einstellung ist stark vertreten in der Vereinigung der Armen und unter den Bewegungen der ländlichen Bevölkerung. Es ist eine politische Ideologie, die jede Art von Staatswesen ablehnt, nicht durch Zerstörung oder Bekämpfung, sondern durch Ignorieren. In der Hoffnung, dass das Ignorieren den Staat irrelevant werden lässt. Das Ziel ist eine Selbstorganisation auf kommunaler Ebene. Autonome verweigern die Gründung politischer Parteien und halten Aktivitäten für wichtiger als eine politische Theorie. Diese Haltung hat große Ähnlichkeiten mit den Ideen die bei Autonomen in anderen Ländern vertreten werden, z.B. auch von John Holloway, Toni Negri und Michael Hardt.

Der britische Marxist Chris Harman erläutert, dass die Stärke der Autonomen die Erzeugung von Initiativen und Kreativität von der Basis aus ist, und Kompromisse mit dem Regierungssystem ablehnt. Dies war sehr klar in der Tatsache zu sehen, als die „Versammlung der Armen“ sich weigerte eine klare Unterstützung der PAD (Peoples Alliance for Democracy) zu erklären. Der Hauptgrund war, dass sie befürchteten durch konservative Kräfte innerhalb der PAD, dominiert zu werden. Trotzdem waren sie bereit, gegen Taksin zu demonstrieren. Sie waren auch gegen den Aufruf der PAD an den König im April 2006, ein neues Parlament unter Sektion 7 der Verfassung von 1997 zu ernennen. Und sie waren grundsätzlich gegen den Militärputsch und die Junta im September 2006.

Als negativen Punkt muss man erwähnen, dass Autonome selten ihre Ideen theoretisch ausdrücken und dass dies eine grundsätzliche Schwäche in der Auseinandersetzung mit Neo-Liberalismus ist. Die „Versammlung der Armen“ ist ein gutes Beispiel. Wenn Autonome Theorien verwenden, z.b. die von Michael Hardt, Toni Negri und John Holloway, dann sind sie oft äußerst abstrakt oder beanspruchen für sich, dass die Theorie sehr lokal zu sehen sei. In beiden fällen kapitulieren Autonome gegen Reformen der Rechten , die in der Praxis Kompromisse aus Neo-Liberalismus und Marktgesichtspunkten heraus sind.

Das Kapitulieren der Autonomen vor Neo-Liberalismus und rechten Reformen ist begründet im entpolitisierenden Effekt. Ein wichtiger Faktor ist die Unterschätzung der Staatsmacht. Die Verweigerung eine Partei der Aktivisten zu gründen, mit einer Theorie und einem Programm, bedeutet, dass sie sich von politischer Agitation abwenden und nur innerhalb der Bewegung diskutieren. Auch scheint es nicht notwendig zu sein die derzeitige Ideologie der herrschenden Klasse herauszufordern, da jede Gruppe autonom in ihrer Kommune arbeitet. Ohne eine ernst zu nehmende Volksbewegung die die Thai Rak Thai hätte herausfordern können, war die Alternative der „Panzer-Liberalen“, die letztendlich zum Militärputsch führte, eine attraktive Alternative.

Post-Moderne.

Die Post-Moderne ist immer noch populär an thailändischen Universitäten, trotz seines Rückgangs in anderen Teilen der Welt. Post-Moderne lehnt jede „große Erzählung“ oder Ideologie ab und ist daher auch entpolitisierend. Für Post-Moderne passiert individuelle Freiheit auf einem abstrakten Niveau im eigenen Gedanken. Die Post-Moderne ist eine akademische Schwester der Autonomen bzw. ein theoretischer Ausdruck derselben. Thailändische Post-Moderne findet man vermischt mit Intellektuellen der Midnight University in der sich viele Akademiker aus den nördlichen Gegenden Thailands befinden.

Das Erstarken der Autonomen Szene und der Post-Moderne ist ein Produkt der Desillusionierung des Stalinismus in Verbindung mit einem Gefühl der Machtlosigkeit. Aber man findet die beiden Bewegungen auf Grund der Abstraktheit vorwiegend in Akademikerkreisen. Post moderne behaupten, sie befreiten die Menschheit durch ständiges Hinterfragen und der Ablehnung von „Erzählungen“ oder großen politischen Kompromissen. Sie verweigern eine Analyse der Gesellschaft und lehnen Marxismus ab, ebenso wie Neo-Liberalismus und Kapitalismus. Im Alltag akzeptieren sie jedoch oft die dominante Theorie des Marktes.

Ebenso wie Autonome haben Post-Moderne ihren guten Seiten. Die Ablehnung von autoritären Systemen und „großen Erzählungen“ durch die Midnight University bedeutete, dass sie den Ruf an den König, eine neue Regierung zu ernennen, ablehnten. Sie widersetzten sich auch dem Staatsstreich vom 19. September, ebenso wie die „Versammlung der Armen“. Beide haben sich seit geraumer Zeit dem thailändischen Staat widersetzt und sind z.B. gegen Repression im Süden eingetreten. Dies da sie engstirnigen Nationalismus ablehnen.

Reform des Dritten Weges.

Die „Reform des Dritten Weges“ ist die beherrschende Ideologie in den thailändischen NGOs (Organisationen außerhalb der Regierungarbeit). Es ist eine Akzeptanz des Neoliberalismus und des Freien Marktes und die Ablehnung von staatlicher Fähigkeit die Gesellschaft zum Wohle der Armen umzugestalten. Der Grund hinter diesem Glauben ist der Zusammenbruch des Kommunismus und die rapide Ausbreitung der Globalisierung. Tatsächlich ist es die Ablehnung der Möglichkeit von ernsthaften Reformen durch die, welche die Gesellschaft reformieren wollen. International sehen wir Beispiele in neoliberaler Politik der britischen „New Labour Party“, der SPD oder der Arbeiter-Partei in Brasilien.

Die meisten Menschen innerhalb der NOGs wünschen sich Gleichheit, Frieden und soziale Gerechtigkeit. Aber sie lehnen radikale Veränderungen der Gesellschaft ab und die, die sogar innerhalb des Systems arbeiten, benutzen die dominante Ideologie des Staates. Das bedeutet Verbindungen mit dem Staat zu unterhalten, selbst mit Militärdiktaturen. Es bedeutet, die den freien Markt nicht abzulehnen, sondern zu hoffen, dass er ein fairer Markt sei. In Thailand bedeutet das auch das Lippenbekenntnis von „Sufficiency Economy“ zu wiederholen, und gelbe, royalistische T-Shirts zu tragen. (Sufficiency Economy ist ein vom König vertretenes System in dem insbesondere die Landbevölkerung dazu bewegt werden soll, nicht zur Maximierung von Erträgen und Einkommen zu streben, sondern zur Befriedigung des Notwendigen, und damit zufrieden zu sein.) Die NGOs versuchten auch das „Thai Social Forum“ davon abzuhalten, pro-demokratische Demonstrationsmärsche zu organisieren. Allerdings wäre es falsch anzunehmen, dass sie ähnlich wie Tony Blair oder andere Drittweg-Befürworter wären. Dies weil, anders als Blair, sind sie immer noch für soziale Verbesserungen sind, aber sich entschlossen haben die Ideologie der herrschenden Klasse zu übernehmen, weil sie keine andere Alternative sehen.

In der nächsten Folge der Artikelserie werden wir die Auswirkungen des Pessimismus gegenüber politischen Veränderungen in breiten Teilen der Bevölkerung sehen, und die Einflussnahme der „Volksbewegung“ auf eine rein kapitalistisch orientierte Partei, die Thai Rak Thai und was schließlich daraus wurde.

Flybike, Bangkok - thaidemocrat @ hotmail.com
Kommentare (0)add
Du mußt angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben. Bitte registrieren, wenn Du noch kein Konto noch hast.

busy
 
Weitere Artikel :

» Die Monarchie im modernen Thailand

GilesJi Ungpakorn stellt in diesem Artikel, der in „Asia Sentinel“ erschienenist, kritische Fragen zur Macht des Königs in einer modernen Demokratie. Damitstellt er sich in Widerspruch zu der gleich geschalteten...

» Die US-Verwicklung mit SHIN Corp

Auf Grund des bevorstehenden Besuches von Präsident Bush, wollen wir die in der thailändischen Presse nicht behandelte internationale Dimension des anstehenden Prozesses, wegen der Kreditvergabe an Burma, zum Kauf von Satellitentechnik von...

» Burma und Thailand im Brennpunkt - Teil 10

Während in Deutschland ein ständiger Meinungsbildungsprozess über dasgesamte Spektrum politischer und gesellschaftlicher Systeme erfolgt,was jüngst zu einem Erstarken der Linken geführt hat, als Antwort aufÄngste der...

» Warum es nun doch noch lange keine Wahlen geben wird.

(Berlin, 29.06.2009, Mark Teufel) Die Gründe sind schnell aufgezählt: Zweimaliger Erdrutschsieg der Opposition in Nachwahlen und unglaubliche Unterstützung der Opposition trotz Belegung der meisten Politiker mit Berufsverbot...

» Streiks und Demos Zeichen der Demokratie

Spediteure, Busfahrer, Taxifahrer, Shrimp-Farmer, Reis-Farmer ... alle streiken oder Drohen mit Streik. Solche Situationen gab es schon öfters in der Geschichte Thailands. Wenn nach einer Periode der Diktatur und Unterdrückung eine Zeit...

Das neuste aus dem Forum

Aw: ST Performance
Alfred 11.3.2010 2:18
Aw: ST Performance
Techadmin 10.3.2010 20:33
Aw: ST Performance
Techadmin 10.3.2010 21:37
Aw: ST Performance
Alfred 10.3.2010 19:11
Aw: ST Performance
rasti 10.3.2010 21:12
Aw: ST Performance
thai.fun 10.3.2010 16:45
Aw: ST Performance
Techadmin 10.3.2010 20:55
Aw: ST Performance
Alfred 10.3.2010 15:49
Aw: ST Performance
rasti 10.3.2010 20:34
Aw: ST Performance
namtok 10.3.2010 15:29
Mehr...
Deutsch (Deutschland)Thai (ภาษาไทย)English (United Kingdom)

Latest Comment

Thailand fordert die
Die Vereinigten Arabische
Das Ende der Aparthe
zu deiner these gibt es e
Das Ende der Aparthe
Box, schau mal im Tipp n
Das Ende der Aparthe
Nun, das Volk koennten w
Das Ende der Aparthe
Hauptrolle: das Volk (
Thailand – Staat der
Nur den Arsch, um einm
Das Ende der Aparthe
@tomy Aber wer spielt dan
Thailand fordert die
Der Vollständigkeit halbe
UDD richtet News-Cen
Die Demokraten haben ihre
Das Ende der Aparthe
Chalerm ist Parteichef d
Tropensturmwarnung
Liebe Leute, findet ihr d
Das Ende der Aparthe
Mir ist neu, dass Chalerm
Das Ende der Aparthe
du hast es noch nicht ve
Tropensturmwarnung
Gonzo Das ist Antidemok
Das Ende der Aparthe
Gesteht euch doch einf

Twitter Ticker

  1. smartbrain smartbrain @bangkokpundit Night night.
  2. bangkokpundit bangkokpundit @smartbrain I am off
  3. smartbrain smartbrain @ktiu I only started critizing the process 15 min ago after @bangkokpundit implied it was the system that led to the discrepancy...
  4. bangkokpundit bangkokpundit @smartbrain obama beat mccain by around 7% - PPP got 37% to Dems 30%... not a landslide, but a solid victory
Find us on Facebook
twitter
Schönes Thailand TV

Analysen

Bangkok – Kolonialmacht im eigenen Land
26/07/2009

Seit dem Coup von Phibun im Jahr 1947 wurde der Versuch einer ernsthaften Dezentralisation, die Pridi B. noch in seinen politischen Plänen ganz o [ ... ]


Weitere Artikel

Politik

Bankrotterklärung aus Bangkok
01/09/2007

Der blutige Konflikt im Süden Thailands hat während der vergangenen dreieinhalb Jahre 2463 Menschen das Leben gekostet. Mit dieser Zahl wa [ ... ]


Weitere Artikel

Der Weg zu Wahlen

Rothemden demonstrieren in Khon Kaen

article thumbnail

In Khon Kaen findet derzeit wieder eine Kundegebung der United Front for Democracy against Dictatorship statt. Während diese Demonstrationen vor den  [ ... ]


Weitere Artikel

Der PAD Coup

Entscheidung über die PAD wieder aufgeschobenen

Die Staatsanwaltschaft hat am Mittwoch abermals die Entscheidung, ob die neun Führer der People's Alliance for Democracy (PAD) für die Beset [ ... ]


Weitere Artikel

Wirtschaft

Die Bank of Thailand

article thumbnail

Wir hatten verschiedentlich über die, gegen die Regierungspolitik gerichtete, vom König gelobte Politik der Bank of Thailand berichtet. Ab [ ... ]


Weitere Artikel

Preah Vihear

Abhisit dementiert Hun Sens Behauptung

Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva dementierte, dass Offiziere der thailändischen Armee kambodchanischen Boden betreten hätten, wie v [ ... ]


Weitere Artikel

Helden Thailands

Nuamthong Praiwan

article thumbnail

Der kleine Onkel Nuamthong Praiwan hatte ein Herz, das größer war als des Demokratiedenkmal. Trotz seines begrenzten Wissens über di [ ... ]


Weitere Artikel

The Devils Discus

10 Des Teufels Diskus – Pibuls Sieg

V

Wir müssen uns nun ansehen, was in Siam geschehen war, während Ananda in Lausanne aufwuchs während der Jahre, die zum g [ ... ]


Weitere Artikel

Die Monarchie

Rama VIII - unzensiert

article thumbnail

Ananda Mahidol, im Westen besser bekannt als Rama VIII. , (* 20. September 1925 in Heidelberg; † 9. Juni1946 in Bangkok, Thailand infolge eines [ ... ]


Weitere Artikel

Rama IX

Rama IX - Sportler und Künstler

article thumbnail

Nach Sarits Tod hatten seine Nachfolger, die Generäle Thanom und Praphas keine andere Chance als sich die Legitimation für die Militä [ ... ]


Weitere Artikel

Krise 1976

1976: Samak ist nicht alleine schuldig

Während der Arbeiten am Buch "Thailand, Krise der Demokratie" mit Übersetzungen aus dem Thailändischen von Reden und Texten,  [ ... ]


Weitere Artikel

Krise 1992

Blutiger Mai 1992 – Teil 5

article thumbnail

Das Eingreifen von König Bhumibol, das in allen Fernsehstationen der Welt gezeigt wurde, und das durch alle Zeitungen geisterte, wurde schnell [ ... ]


Weitere Artikel

Krise 2006

02-2006-Netzwerk Monarchie

Der Artikel Netzwerk Monarchie wurde vor dem Coup vom 19. September 2006 geschrieben. (Duncan McCargo, veröffentlicht in The Pacific Review, Vol. [ ... ]


Weitere Artikel

Verschiedenes

Thailandfreunde erhalten Auszeichnung in Thailand

article thumbnail

Eine hohe royale Auszeichnung aus den Händen von ihrer königlichen Hoheit Prinzessin Somsavali von Thailand  erhielten der Vorstandsvo [ ... ]


Weitere Artikel