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KURZFASSUNG NACH OFFIZIELLER LESART (ohne Berücksichtigung wichtiger historischer Fakten)
Erst nach Abschluss seiner Studien im Jahre 1951 übernahm König
Bhumibol die Regierungsgeschäfte. Der König und seine junge Königin
Sirikit wurden weltweit gefeiert und wegen ihrer Eleganz und Schönheit
über viele Jahre idealisiert.
Im Oktober 1956 lebte er – wie für sehr viele Thais üblich – für 15 Tage (22. Oktober bis 5. November 1956) in einem Kloster als buddhistischer Mönch. Er suchte sich hierzu den Wat Bovornives im Bangkoker Stadtteil Banglampuh aus, in dem sein Vorfahre, König Rama IV. Mongkut , einst Abt
gewesen war. Während jener Zeit übernahm Sirikit als Regentin die
Amtsgeschäfte. Ihr wurde daher nachträglich in Anerkennung dieses Amtes
der Titel Somdej Phra Boroma Rajininat verliehen.
Im Sommer 1960 kam das thailändische Königspaar zu einem Staatsbesuch nach Deutschland. Königin Sirikit erzielte mit ihrer angenehm verbindlichen Art einen großen Eindruck.
Seit 1932 versuchte das Militär mehrfach, die Macht im Lande zu übernehmen - mit unterschiedlichen Erfolgen. 1947 durch Phibul Songkhram (1947–1957), 1957 durch Marschall Sarit Thanarat (1957–1963), abgelöst durch Marschall Thanom Kittikachorn (1963–1973), 1980 durch General Prem Tinsulanonda (1980–1988) und 1991 durch General Sunthorn Kongsompong (1991–1992).
Die größte Herausforderung für den König war wohl das Massaker vom 17. Mai 1992, als Hunderte von Demonstranten gegen die Regierung von General und Premierminister Suchinda Kraprayoon
vom Militär erschossen wurden. In einer kritischen Situation ließ König
Bhumibol in Bangkok die Tore zum Park seines Palastes öffnen, so dass
Demonstranten sich retten konnten. Nachdem die Lage eskalierte,
bestellte der König die Kontrahenten (Militärs und Demokraten) zu einer
Audienz
ein. Vor laufender Kamera mussten die Militärs dem König, der in dieser
Zeit demonstrativ in der Uniform des Obersten Befehlshabers auftrat,
versprechen, die Waffen niederzulegen und den Konflikt auf friedliche
Art und Weise beizulegen. Dies zeigt bis in die heutige Politik seine
Auswirkungen.
Der König zeigt sich stets eng mit den Menschen des Landes verbunden
und nimmt sich oftmals persönlich ihrer Sorgen und Nöten an um so für
die Verbesserung ihrer Lebenssituation zu sorgen. Er startete mehr als
1000 größere und kleinere Projekte, mit denen das gesamte Spektrum der
ländlichen Probleme Thailands angesprochen wird (von der Einführung
neuer Nutzpflanzen über die Wasserhaltung, von der Trockenlegung von
Sümpfen bis zur Erhaltung der letzten Regenwälder des Landes). Siehe auch: Weblinks.
Landwirtschaft, Bewässerungsprojekte, Rettungsdienst, Gesundheitswesen
waren und sind zum Teil noch Problemfelder, für deren Verbesserung er
persönlich gesorgt hat und die er weiterhin tatkräftig begleitet. Unter
anderem sorgte er für den Rückbau des Opiums
im Norden und förderte den Anbau von Pflanzen und Früchten mit hohem
Ertrag, die auf gemäßigtes Klima angewiesen sind. Auf dem Palastgelände
betreibt er eine Versuchsfarm, die sich mit Viehzucht und experimentellem Fruchtanbau beschäftigt.
Im Jahre 2006 fanden in Bangkok anlässlich seines 60jährigen
Thronjubiläums umfangreiche Feiern statt. Er ist somit das am längsten
amtierende Staatsoberhaupt der Welt, gefolgt von Elisabeth II. von Großbritannien (seit 1952)
Der König zeigt sich vielseitig interessiert: Musiker, Komponist,
Fotograf (in zahlreichen, auch die Hauptstadt schmückenden Abbildungen
ist er mit einer Kamera um den Hals hängend zu sehen), Maler,
Schriftsteller, Segler, Ingenieur u.a. Insbesondere ist er ein
leidenschaftlicher Saxophon-Spieler, der gerne mit anderen Jazzern im Palast von Bangkok spielt (z.B. 1960 mit Benny Goodman). Etwa 40 Kompositionen sind bislang bekannt, darunter auch die thailändische Königshymne. Zudem ist er der höchste Pfadfinder
Thailands. Vielbeachtete Ausstellungen seiner Gemälde und Zeichnungen
zeugen von einem tiefen Empfindungsvermögen, und dies zeigt sich auch
in den von König Bhumibol vorangetriebenen Landschaftsprojekten. Sogar
als Segelsportler brachte er es zu beachtlichen Leistungen und gewann 1967 die Goldmedaille bei den Südostasienspielen. Dies alles basiert aber häufig auf Propaganda und hat mit der Wirklichkeit wenig zu tun.
Mit Königin Sirikit Kitiyakara hat er vier Kinder: Prinzessin Ubon Ratana , Kronprinz Maha Vajiralongkorn , Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn und Prinzessin Chulabhorn .
Seit 1946 stellt König Bhumibol Adulyadej die Integrationsfigur des
Landes dar. In einer Volksabstimmung verlieh ihm die Bevölkerung 1987
den Beinamen „Der Große“ und etwa 3 Millionen Menschen strömten im Juni
2006 in Bangkok auf die große Feier zu seinem 60. Thronjubiläum. Das
Motto seiner Regierungszeit lautet: Ich werde das Land einzig zum Vorteil seiner Menschen regieren.
Damit will er sich deutlich von den meisten politischen Machthabern
Thailands unterscheiden. Dies blieb keine Absichtserklärung, denn
dieser König war insgesamt mehr Zeit im Lande unterwegs als in seinem
Palast, vor allem um landwirtschaftliche Projekte (z. B. Staudämme,
Vieh- und Fischzuchten) zu besuchen und zu beraten.
Er fällt dabei stets auf durch seine bescheidene, aufmerksame und
besonnene Art und Weise, seine fachliche Kompetenz sowie seine
menschliche Haltung. Wo immer er unterwegs ist, baumelt eine kleine
Kamera vor seiner Brust, mit der er seine Reisen und die Projekte
dokumentiert. Anlässlich einer Naturkatastrophe im Jahre 1962 startete
er eine Spendenaktion im Lande, wobei mehr Geld eingenommen werden
konnte als schließlich benötigt wurde. Mit dem Überschuss wurde der
heute noch existierende königliche Hilfsfonds gegründet, dessen Patron
der König selbst ist. Sein guter Ruf steht für unbürokratische,
korruptionsfreie Verwendung der Mittel und der Fonds wurde deshalb von
vielen Thailändern auch anlässlich des Tsunamis vom 26. Dezember 2004 mit Spenden bedacht.
Von der Bevölkerung wird König Bhumibol außerordentlich verehrt.
Dies wird unter anderem daran erkennbar, dass in den meisten Haushalten
Thailands ein Bild des Königs hängt, ohne dass dies angeordnet wäre serwohl aber jahrelang konditioniert wurden. Es
gilt des Weiteren als verboten, Banknoten, die alle das Bild des Königs
tragen, zu knicken, zu zerreißen oder auf sie zu treten. Vor beinahe
jeder kulturellen Veranstaltung (z. B. im Kino oder Theater) wird die
Königshymne abgespielt, zu der sich alle Anwesenden erheben und nach
deren Ende sich viele in Richtung des Königssymbols verneigen (Wai).
Insbesondere wird König Bhumibol für das Ende der Dürre im Isaan
verehrt, wo er bei einer Ortsbesichtigung während der Dürrezeit
feststellte, dass am Himmel durchaus genügend Wolken waren, diese
jedoch weiterzogen, ohne den Regen abzulassen. Unter seiner Leitung
wurde eine (nicht-giftige) Chemikalie entwickelt, welche die Wolken zum
Regnen brachte. Dieser Regen auf den ausgedorrten Boden ist bis heute
Thema in allen königsbezogenen Hymnen, Filmaufnahmen und Hommagen
(z. B. bei Kinovorführungen), und wird „königliches Regenprojekt“
(ฝนหลวง, Fon luang) genannt.
In Thailand finden sich auf vielen Autos die Aufkleber เรารักในหลวง
(Wir lieben den König) und viele Thailänderinnen und Thailänder tragen gelbe
Armbänder oder gelbe Hemden mit der gleichen Aufschrift, die vom
Königspalast verkauft werden, um Projekte des Königs zu finanzieren.
Während der Demonstrationen gegen Premierminister Thaksin Shinawatra
im Frühjahr 2006 trugen viele der Demonstrantinnen und Demonstranten
gelbe Stirn- und Armbänder, um ihre Verbundenheit zum König und ihren
Vorwurf gegen Thaksin, nicht königstreu (genug) zu sein, Ausdruck zu
verleihen.
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