Pridi Banomyong (1900-1983) ist einer der großen Persönlichkeiten in der modernen Geschichte Thailands. Als Mitt-Zwanziger übernahm er eine führende Rolle in der Gründung einer Bewegung zur Beseitigung der absolutistischen Monarchie Siams und der Schaffung der ersten Verfassung des Landes. Nach der Revolution vom 24. Juni 1932 wurde er Teil einer handvoll von neuen politischen Führern, die Siams politische Richtung für die nächsten zwanzig Jahre formen sollten. Erst Mitte Dreißig und erfolgreich als Innenminister, Außenminister und Finanzminister, führte er viele Reformen durch, um Siams Wirtschaft und Politik zu modernisieren. Er initiierte eine grundlegende Rechtsreform, gründete Siams zweite Universität (Thammasat), gründete repräsentative lokale Regierungen, überholte das Steuersystem zur Erreichung einer größeren Gleichheit vor dem Gesetz, führte die erste Abgabenverordnung ein und die erste parlamentarische Überprüfung des Finanzbudgets (der Regierung), er beendete Verträge mit Kolonialmächten, die ungleiche Bedingungen enthielten und legte den Grundstein für eine Zentralbank.
Während des 2. Weltkriegs führte er, aus seiner Position als Regent für den jungen König Rama VIII, die Untergrundbewegung Seri Thai (FreeThai), und stellte sich damit gegen die japanische Okkupation. Am Ende des Krieges nutzten er und andere die Seri Thai –Erfahrung (und Verbindungen) um die Alliierten Mächte zu überzeugen, dass Thailand nicht als geschlagener Verbündeter Japans zu behandeln war. Er wurde für kurze Zeit Premierminister, betreute die Verabschiedung der Verfassung, die er als Erfüllung der Erwartungen der Revolution von 1932 ansah, und wurde vom König mit dem Titel „Senior Statesman“ (ratthaburut awuso) ausgezeichnet. Der Titel spiegelte die Intensität seiner politischen Arbeit wieder, und nicht sein Alter, denn er war zu diesem Zeitpunkt erst 45 Jahr alt.
Aber dies war der Höhepunkt seiner Laufbahn. Gegen Ende der 1940iger Jahre blockierten Royalisten und Generäle die liberale Richtung der Politik Pridis und verwandelten Thailand in eine Diktatur. Sie beschuldigten Pridi für den mysteriösen Tod von König Rama VIII im Jahr 1946 verantwortlich zu sein. Sie übernahmen die Macht mit Hilfe eines Coups, vernichteten die Verfassung Pridis und ließen verschiedene seiner Verbündeten töten. Pridi stellte sich ihnen entgegen, zuerst in Wahlen und Debatten, und dann in Straßenkämpfen, die die parlamentarische Politik von 1947 an verdrängte. Aber Pridi konnte mit der Feuerkraft seiner Gegner nicht mithalten. Am 6. August 1949 entkam er in einem Fischerboot aus Bangkok und sollte während seines gesamten Lebens nicht mehr nach Thailand zurück kehren.
Seine Schriften
Das Buch, (aus dem wir Auszüge übersetzt in Folgen hier veröffentlichen wollen,) ist eine Sammlung von Pridis eigenen Worten (Schriften, Reden, Interviews), die in Englisch übersetzt und veröffentlich wurden anlässlich seines 100. Geburtstages am 11. Mai 2000.
Es ist offensichtlich aus der stürmischen Geschichte, dass Pridi in erster Linie ein Mann der Aktion war. In den siebzehn Jahren seiner politischen Karriere (1932-49) verbrachte er nur wenig Zeit mit dem Schreiben. Die Dokumente in dieser Sammlung, die aus dieser Periode stammen, beinhalten den Handzettel vom Tag der Revolution von 1932, Siams erste Verfassung, die dem König an dem Tag vorgestellt wurde, einen Brief den er an seine Frau eine Woche später schrieb, den Wirtschaftsplan, den er der Regierung im Jahr 1933 vorschlug, und drei Radioansprachen aus 1934 bis 36, und eine seiner letzten Reden seiner parlamentarischen Karriere aus dem Jahr 1946.
Aber vor diesen 17 Jahren hatte sich Pridi bereits als Schriftsteller etabliert – im Fach der Rechtswissenschaften. Kurz nachdem er im Jahr 1920 nach Frankreich zum Studium gefahren war, und bis zum Vorabend der Revolution von 1932, produzierte er Rechtssammlungen, Kommentare, Artikel in Zeitschriften und Vorlesungen. Und das war weit entfernt von simpler akademischer Arbeit oder dem Erstellen von Verträgen. Pridi sammelte Anhänger um sich, und führte eine Kampagne zugunsten einer sehr unterschiedlichen Beziehung zwischen den Bürgern und dem Staat als das unter der absolutistischen Monarchie üblich war. Zwei Beispiele seiner Arbeiten sind in der Sammlung enthalten.
Aber erst im Exil wurde Pridi wirklich zum Mann der Briefe. Von 1949 hielt er sich in China auf. Über diesen Zeitraum blieb er sehr verschwiegen. Sein Buch „Ma vie mouvementée et mes 21 ans d’exil en Chine Populaire“ (Mein bewegtes Leben und meine 21 Jahre im Exil von Chinas Volksrepublik), ist eine Geschichte und Analyse der chinesischen Revolution, enthält aber keinerlei Hinweis auf „seine Jahre“ dort. Am 8. Mai 1970 kam er in Paris an, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1983 lebte. Während der 1970iger Jahre und frühen 1980iger Jahre erschien ein großer Teil seiner Arbeiten in gedruckter Form.
Diese Schriften (Reden und Inverviews) decken eine Reihe von Angelegenheiten ab. Zunächst gibt es Diskurse über politische Philosophie, speziell „Khwam pen anitchang khong sangkhom“ (Die Unbeständigkeit der Gesellschaft) im Jahr 1970, ein Versuch, einige Elemente der marxistischen politischen Ökonomie und buddhistische Ethik zusammen zu fügen. Eine zweite und größere Gruppe von Essays handelt von Worten, speziell solchen der politischen Terminologie, ihres Ursprungs, der historischen Bedeutung und der Wichtigkeit.
Die dritte und größte Kategorie beinhaltete Diskussionen über Demokratie, Verfassungen, und der Opposition gegenüber Diktaturen. Eine vierte Kategorie betrifft regionale Angelegenheiten und Bedrohungen durch Konflikte innerhalb Asiens. Die fünfte Gruppe war eine die Schriften Pridis enthielten, die ihn zurück blicken ließen auf seine eigene politische Erfahrung und den Lektionen und Erfahrungen, die er daraus für die Gegenwart zog. Schließlich gibt es einige Schriften in denen er Kritikern und politschen Feinden antwortete, oft indem er Originaldokumente beifügte und Aussagen mit rechtlicher Relevanz. Diese Kategorien stehen nicht vollkommen alleine im Raum. Pridi verknüpfte einzelne Teile ständig. Die meisten hier enthaltenen Teile stammen aus der fünften Kategorie der Rückblicke, aber sie enthalten auch einen flüchtigen Eindruck seines Interesses an Worten, der Weltgeschichte, Philosophie und des Schutzes seines eigenen Rufes.
Die Richtschnur dieser Auswahl war die Absicht, Schriften (Reden oder Interviews) einzuschließen, die sich auf Pridis persönlichen Hintergrund bezogen, und auf seine politische Karriere bis zu seiner Flucht nach China im Jahr 1949. Die Auswahl enthält zwei Typen: Originaldokumente aus jener Zeit und spätere Schriften in denen er sich erinnert und seine eigene politische Karriere analysiert. Diese Auswahl wurde in drei Teilen organisiert. Der erste fokussiert sich auf seinen familiären Hintergrund und seine Ausbildung. Die zweite betrachtet die Abschaffung der absolutistischen Monarchie am 24. Juni 1932. der dritte verfolgt seine Karriere von diesem Zeitpunkt bis zum Jahr 1949. Jeder Teil wird durch eine kurze biographische Abhandlung über diese Periode eingeleitet, eine Beschreibung der Schriften in der Sektion und einige einleitende Erklärungen, um den Hintergrund klar zu machen und Themen hervorzuheben. Vollständige bibliographische Details werden im Anhang aufgelistet.
Die Ideen
Pridi bestand immer darauf festzustellen, dass die Revolution von 1932 kein Angriff auf die Institution der Monarchie war, sondern auf die gesellschaftlichen Privilegien und Exklusivitäten die Siam davon abhielten sich zu entwickeln. Historiker wie Nakharin Mektrairat und Matthew Copeland (1) haben gezeigt, dass Pridi längst nicht alleine war mit seinen Gedanken. In den 1920iger Jahren waren solche Überzeugungen in urbanen Teilen Siams weit verbreitet. Überall in Asien war das eine Periode in der neue Denker und Führer argumentierten, dass der „Fortschritt“ durch koloniale Verwaltung, überholte Traditionen und veraltete politische Strukturen blockiert würde. Siams neue Männer dieser Ära empfanden, dass ihr eigenes Land noch stärker „zurück geblieben“ war als die meisten der kolonialisierten Nachbarn. Viele summierten das Problem Siams mit dem Wort „Geburt“. Die Vergabe von politischer Macht auf Grund familiärer Gegebenheiten war einfach uneffizient. Soziale Privilegien institutionalisierten soziale Ungleichheit. Politische Privilegien veränderten sich zunehmend in wirtschaftliche Privilegien mit denen Siams Aristokraten sich Landeigentum beschafften und in Partnerschaften mit ausländischen Investoren eintraten. Pridi hatte wenig Interesse an der Rhetorik hinsichtlich der Geburt. Für ihn war das größte Problem, dass der König über dem Gesetz stand, und dass andere Aristokraten vor dem Gesetz privilegiert waren. Diese institutionalisierten Privilegien mussten durch eine Neudefinition der Beziehung zwischen dem Staat und dem Bürger beseitigt werden.
Die drei Hauptwerkzeuge für seine Arbeit der Neudefinition waren: Eine Verfassung, überarbeitete Gesetze und ein zu wählendes Parlament. Das zweite Problem war die wirtschaftliche Struktur, die 1% der Bevölkerung reich machte und die anderen 99% in Armut ließ. Die musste durch einen Eingriff der Regierung in die Wirtschaft überwunden werden.
Aber was Pridi so außergewöhnlich gegenüber anderen mit ähnlichen Ideen erscheinen lässt war sein frühzeitiger Glaube daran, dass er etwas bewegen konnte. Schon mit Mitte 20 versammelte er sich mit sechs Freunden in Paris und legte den ersten Plan für eine Abschaffung der absolutistischen Monarchie vor. Nach Pridis eigener Aussage war seine früheste Überzeugung, dass die absolutistische Monarchie abgeschafft werden könnte durch die Kuomintang und die chinesische Revolution von 1911 begründet worden. Die chinesischen Gemeinden zu dieser Zeit in Siam hatten viele wirtschaftliche oder politische Exilanten, die durch die revolutionären Ereignisse in China fasziniert waren. Pridis chinesisch- thailändische Familie war Teil der Marktgemeinschaft in
Ayutthaya. Er hörte von seinen Lehrern in der Schule über die Kuomintang, er hörte darüber auf dem Markt Gerüchte, und sah Dramen, die auf Bühnen auf dem Markt gespielt wurden.
Aber Pridis Überzeugung, dass ein Wechsel möglich war, wurde zweifellos auch durch seine Erfahrungen in Europa geprägt. Er erreicht Paris im Jahr 1920 als die russische Revolution noch um Zusammenhalt kämpfte. Er verließ es im Jahr 1927 als der erste sowjetische Fünf-Jahres-Plan begonnen wurde. Diese neuen Experimente in politischer und wirtschaftlicher Organisation waren der Fokus der intellektuellen Faszination in ganz Europa während dieser Epoche. Pridi erwähnt das Erlernen der russischen Planungstheorie in seinen Wirtschaftstudien, aber er entwickelte keinen tiefgehenden Enthusiasmus darüber zu diskutieren. Das könnte seine eigenen späteren Probleme erklären, die er wegen Anschuldigungen erlitt, er wäre ein Kommunist. In Wahrheit sieht es so aus, dass er wenig Interesse an dem neuen Modell eines Einparteienstaates hatte. Im Gegenteil war er fasziniert von den Modellen der westeuropäischen konstitutionellen Monarchien, der parlamentarischen Demokratie und des Wohlfahrtstaates. Es war die Rechtsphilosophie und die rechtliche Unterstreichung dieser Strukturen, die er mit zurück nach Siam nahm, und in seine Vorlesungen an der Hochschule für Recht in den späten 1920iger und frühen 1930iger Jahren verbreitete.
In diesen Vorlesungen und in drei politischen Dokumenten, die er in den frühen 1930iger Jahren verfasste (das Manifest der Volkspartei, der Entwurf des Wirtschaftsplans, und die vorläufige Verfassung) können wir seine Ideen hinter seinen politischen Überzeugungen und seiner 17-jährigen politischen Karriere erkennen.
Die erste seiner Ideen war die Wichtigkeit der Errichtung eines Rechtssystems, das auf Rechten basierte, die als Fundament eine gleiche und effiziente Gesellschaft hatten. Er griff nach der Macht eines idealisierten römischen Rechtes in der französischen republikanischen Tradition. Seine Vorlesungen an der Hochschule für Recht gegen Ende des Jahres 1932 begründete er auf den Grundlagen des Verwaltungsrechts (und des allgemeinen bürgerlichen Rechts), der Menschenrechte und auf der Dreieinigkeit von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. In seinen Vorlesungen war implizit die Herausforderung der sozialen und rechtlichen Ordnung enthalten, die alleine auf dem Supremat des Willens des Herrschers beruhten.
Zweitens sah er die Verfassung als das Fundament aller anderen Rechte an, und als politische Waffe im Kampf gegen das Konzept der Vorherrschaft des Willens des Herrschers, und gegen die Privilegien und Ausschlüsse die daraus resultierten. Durch alle seine Schriften zieht sich wie ein roter Faden die Benutzung des Begriffs maebot, buchstäblich übersetzt: von der Mutter abstammend, wenn er sich auf die Verfassung bezog, und spezifischer auf die Gewährung der ersten Verfassungen im Jahr 1932. Die Eingangsklausel der Verfassung, die Pridi und die anderen Führer der Volkspartei dem König nach der Revolution im Jahr 1932 präsentierten, lautete: „Die höchste Macht im Land gehört den Menschen.“
Drittens glaubte er, dass ein bürokratischer Staat das Potential hätte, der Motor des Fortschrittes in allen Formen zu sein und zwar durch seine Fähigkeit eine nationalere Organisation der Gesellschaft zu entwickeln. In der Vergangenheit war dieser Fortschritt nicht realisiert worden, weil er durch koloniale Beschränkungen (Verträge mit ungleichen Bedingungen) und durch die Gewährung und den Schutz von Privilegien im absolutistischen Staat gehindert worden war. Der Fortschritt, den der Staat erreichen könnte, wurde durch die „sechs Prinzipien“ unterstrichen, die bei der Gründung der Volkspartei im Jahr 1927 nieder geschrieben wurden, und die Pridi in seinen Schriften ständig zur Messung der Erreichung politischer Ziele wieder verwandte. Diese Prinzipien waren kurz gesagt: Nationale Unabhängigkeit, öffentliche Sicherheit und die Reduzierung der Kriminalität, wirtschaftlicher Wohlstand und Vollbeschäftigung, gleiche Rechte und Gleichheit vor dem Gesetz, bürgerliche Rechte die auf den Menschenrechten basieren, und Bildung für alle.
Der Entwurf des Wirtschaftsplans war der klarste und extremste Ausdruck woher sein Glaube an den bürokratischen Staat kommen könnte. Die Idee der Wirtschaftsplanung war offensichtlich durch das russische Experiment beeinflusst worden. Aber wie Nakharin klar machte, war Planung zu Beginn der 1930iger Jahre sehr in Mode, da die Idee vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Depression stand. Der Plan Pridis war nicht der einzige Plan der in Bangkok in den Jahren 1932-33 geschrieben worden war. Es gab mehrere andere, die unterschiedliche politische Ideen reflektierten und unterschiedliche Detailgrade (2)
Es drängt sich die Erkenntnis auf, dass Pridi nicht so stark durch das russische Modell, sondern vielmehr durch die wachsende Wichtigkeit des Wirtschaftsmanagements und des Sozialstaates in Europa beeinflusst worden war. Der einzige wichtige Wirtschaftler, der in Pridis Plan genannt wird, ist Friedrich List, der deutsche Theoretiker einer staatlich gelenkten Industrialisierung. Pridi positionierte seinen Plan im Kontext einer zunehmenden staatlichen Verantwortung für die soziale Wohlfahrt, was die Trends in Frankreich und in Westeuropa nach dem ersten Weltkrieg wiederspiegelte. In dem Plan untersuchte Pridi wie die staatliche Verantwortlichkeit für Wirtschaftswachstum und soziale Wohlfahrt auf eine rückständige Agrargesellschaft angewandt werden könnte.
Viertens glaubte er an die Wichtigkeit eines gewählten Parlaments. Sein Artikel von 1931, in dem er die Ausschüsse untersuchte, die unter der absolutistischen Monarchie eingerichtet worden waren, kann man als ein sich Lustigmachen verstehen, über die Versuche des Absolutismus sich von Oben nach Unten moderater zu gestalten. In seinem Verfassungsentwurf vom Juni 1932 galt fast drei Fünftel der Länge der Beschreibung des Repräsentantenhauses. Im Jahr 1946 benutzte er den kurzen Moment der Macht um eine Verfassung zu verabschieden, die auf den frühen Versprechungen der Volkspartei basierte, und ein vollständig gewähltes und vollkommen uneingeschränktes, souveränes Parlament schaffte. Ein großer Teil seiner späteren Arbeiten war voller Ärger und Bedauern darüber, dass diese Verfassung schnell wieder zerstört worden war, und darüber, dass das Parlament sich einer Diktatur unterordnete.
Fünftens hatte er den erhellenden Glauben angenommen, dass der Mensch perfektionierbar wäre. Er glaubte sehr stark an die Wirkung der Bildung (die ihn persönlich von einem Hausboot in Ayutthaya zur Universität von Paris gebracht hatte) und er schlug vor, dass Menschen zur Bildung gezwungen werden müssten, ganz entgegen seiner sonstigen Hinwendung zur Freiheit der Persönlichkeit. In weniger als zwei Jahren nach der Revolution hatte er die Thammasat-Universität gegründet, um eine neue Art der Menschen zu erschaffen, um seine gütige Bürokratie zu begründen. Bei der Eröffnung der Universität sagte er: „Jetzt da unser Land durch eine demokratische Verfassung beherrscht wird, ist es besonders wichtig eine Universität zu erschaffen, die allen Menschen erlaubt, ihr Fähigkeiten voll zu entwickeln.“
Schließlich hatte Pridi einen alles überragenden Glauben in die Nation. Immer und immer wieder rief er diejenigen auf „die die Nation lieben“, ihre Kräfte zu vereinen. Aber anders als andere Nationalisten seiner Zeit war Pridis Nation mehr praktischer als mystischer Natur. Er sah keine enge Verbindung zwischen Nation und Rasse. Er beschrieb die thailändische Nation als eine Mischung ethnischer Gruppen. Für ihn war der Nationalstaat ganz einfach die wichtigste prinzipielle Form der politischen Organisation im 20. Jahrhundert geworden. Die Vorteile der Verfassung, Gleichheit vor dem Gesetz, Wirtschaftliche Steuerung und soziale Wohlfahrt konnten nur durch einen Nationalstaat bereit gestellt werden. Entweder war die Nation stark und dadurch in der Lage diese Vorteile zu erzeugen, oder sie musste sich größeren Mächten oder ambitionierten Nachbarn unterwerfen.
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(1) Nakharin Mektrairat, Kanpatiwat sayam pho. So. 2475 (The 1932 Revolution in Siam), Bangkok: Nunnithi krhongkan tamra sanghomsat lae manutsayasat, 1992, Matthew Copeland, “contested Nationalism and the 1932 overthrow of the Absolute Monarchy in Siam”, PH.D thesis, Australian National University, 1993
(2) Nkharin Mektrairat, “Khao khrong sethakit khong nai Mangkon Samsen mua pi pho. So. 2475” (Mangkon Samsen’s economic plan of 1932), and the summarized proceedings of the seminar on Pridi’s plan at Thammasat University on 11 May 1999, both in Narong Petchprasoet (ed.) Pridi Phanomyong, Bangkok: Political Economy Centre and Pridi Banomyong Institute, 1999.
Auszug aus Pridi by Pridi, Selected Writings on Life, Politics and Economy. www.pridi-phoonsuk.org
----- wird fortgesetzt -----
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..........aber auch sehr aufwendig um es zu verarbeiten.
Ich musste es mehrmals lesen um den Inhalt zu verarbeiten.
Vorallem das er an einen Bürokratischen Staat glaubte ist mir aufgefallen.
Naja, Bürokratie der 30-igerjahre war sicher noch etwas anderes, diese haben wir mit dem sogenannten Fortschritt, schon mehrfach überholt in den Jahrzehnten seit damals.
Der glauben das alles über Gesetze und Verordnungen gereglt werden kann, ist ja ungebrochen stark überall auf der Welt.
Gerade auch in Deutschland.
Aber das er nie aus dem Exil zurückkehren konnte ist doch auch bezeichnend.
901 und sein Büro mauscheln lieber mit Korrupten brutalen Diktatoren, die kann man leichter kaufen, wie Idealisten die es wirklich ernst meinen.
Paradoxerweise war der grösste Fehler Pridis offenbar gerade seine Rechtschaffene Prinzipientreue.
Er hat es nicht verstanden zum richtigen Zeitpunkt dem guten Ansatz mit mehr Härte zur festigung zu verhelfen.
Aber nacher ist man immer schlauer, klar...............
WR