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Die Nacht vor dem Ultimatum |
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Montag, den 15. März 2010 um 02:12 Uhr |
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(13.04.2010, Berlin / Bangkok, Mark Teufel) Die Nacht liegt über Bangkok aber, aber in einem Teil der Stadt ist es längst nicht still. Immer noch dröhnen die Lautsprecher bis zum Demokratiedenkmal und die Stimmen der Redner sind längst heiser, einige scheinen kurz davor zu stehen ihre Stimme zu verlieren. Und doch ist diese Nacht eine der wichtigsten Nächte in der Geschichte der thailändischen Demokratiebewegung. Denn die Reaktion der Regierung morgen wird zeigen ob es dieses Mal demokratische Veränderungen ohne Blutvergießen geben kann oder nicht. Wird Abhisit einen Vermittlungsvorschlag machen? Bietet er vielleicht Neuwahlen zum Ende des Jahres an? Damit hätte die UDD den schwarzen Peter. Schauen wir uns ein paar Fragen an:
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Sonntag, den 14. März 2010 um 22:21 Uhr |
(13.03.2010, Berlin / Bangkok, Mark Teufel) Verschiedene Presseagenturen und Medien berichten immer wieder darüber, dass es sich bei den Rothemden um „Bauern vom Land“ handeln würde, die sich gegen das „Bürgertum in der Stadt“ auflehnen würde. Ich habe schon bei den vergangenen Demonstrationen festgestellt, dass es in Gesprächen mit den Demonstranten schwierig war festzustellen, ob wirklich die Mehrheit der Menschen „Bauern vom Land“ waren. Und so habe ich unsere Korrespondenten gebeten auch bei dieser Großdemonstration der Vereinigten Front für Demokratie und gegen Diktatur (UDD) mit den Menschen zu sprechen um herauszufinden, woher sie kamen und welchen Beruf sie ausüben würden.
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Der erste Tag des Millionenmarsches |
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Samstag, den 13. März 2010 um 01:55 Uhr |
10 (12.03.20101, Berlin / Bangkok, Mark Teufel) Der erste von mindestens vier Tagen einer Demonstration, in der die Demokratiebewegung „Vereinigte Front für Demokratie und gegen Diktatur“ (UDD) eine Million Demonstranten in Bangkok auf die Straßen schicken will, ist friedlich, fast harmonisch verlaufen. Ein einziger Zwischenfall wurde berichtet, in dem es zu einer Schlägerei zwischen einem Passanten und einem Rothemd gekommen war. Die Fernsehsendungen über den Tag zeigten kurze Ausschnitte von Polizeikontrollen und einige wenige Streitgespräche zwischen Rothemden und Polizei, weil die Polizei die Rothemden an der Weiterfahrt hinderte. Bei so vielen Menschen und einer so aufgeladenen politischen Situation eine großartige Leistung der Organisatoren. Wie kam es zu dieser offensichtlichen Zurückhaltung?
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Schließung der Tankstellen, Kontrolle der Medien |
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Donnerstag, den 11. März 2010 um 17:35 Uhr |
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(11.03.2010, Berlin, Mark Teufel) Die neuesten Informationen, dass die Regierung die Tankstellen schließen lässt um Demonstranten davon abzuhalten nach Bangkok zu kommen und dass Radio- und Fernsehstationen unter die direkte Kontrolle der Polizei gestellt werden (und nicht vollständig geschlossen, wie angeblich ursprünglich geplant) zeigen, dass alle Behauptungen, dass die Regierung das Recht der Versammlungsfreiheit und das Recht auf freie Information garantiert, nur so lange aufrecht erhalten werden, wie es zu ihrem Vorteil ist. Dies sind genau die Maßnahmen, die die Behauptungen der Vereinigten Front für Demokratie und gegen Diktatur (UDD) bestätigen und die die Menschen auf die Straßen treiben und provozieren.
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Donnerstag, den 11. März 2010 um 15:35 Uhr |
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(10.03.2010, Berlin, Mark Teufel) Die Schuld für die Mobilisierung und Verängstigung der Öffentlichkeit trägt nicht nur die Regierung alleine. Auch die Rothemden haben ihren Teil dazu beigetragen. Unüberlegte Äußerungen über eine „Volksarmee“ lieferten ebenso Munition für Angst erzeugende Behauptungen wie heißblütige Reden von Arisman Pongruangrong, einem Falken und Teil der zweiten Führungsgarde der Rothemden, der erklärte, dass jeder Demonstrant nur 1 Liter Öl mit nehmen müsste, und dann würde Bangkok in einem Flammenmeer enden, falls die Regierung mit Gewalt gegen die Rothemden vorgehen würden.
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Das Ende der Apartheid in Thailand? |
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Mittwoch, den 10. März 2010 um 18:40 Uhr |
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(10.03.2010, Berlin, Mark Teufel) Wer die letzte Pressemitteilung der Vereinigten Front für Demokratie und gegen Diktatur (UDD) gelesen hat, konnte auf die Idee kommen, dass in Thailand ein ähnlicher Wandel vonstatten geht wie in Südafrika während der Phase der Abschaffung der Apartheid, zu Beginn des vorigen Jahrhunderts das Ende der Kolonialzeit, oder die Abschaffung der Sklaverei im Jahr 1862 in den USA. Immer hatte es eine Spaltung der Gesellschaften über das Für und Wider gegeben und immer hatte es besondere Gründe für oder gegen die Ungleichheit gegeben. Und immer war die Abschaffung auch mit Nachteilen für die Gesellschaften oder Menschen verbunden, die eigentlich davon profitieren sollten. Kann man diese Prozesse mit den Vorgängen vergleichen, die derzeit in Thailand stattfinden?
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Thailand – Staat der Angst |
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Mittwoch, den 10. März 2010 um 15:45 Uhr |
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In der folgenden Presseerklärung lädt die Vereinigte Front für Demokratie und gegen Diktatur alle ein, die sich davon überzeugen wollen, dass die Bewegung nur Demokratie und freie und faire Wahlen mit ausschließlich gewaltfreien Mitteln erreichen will, die Demonstration vor Ort zu verfolgen. Wir möchten uns der Einladung anschließen. Nehmen Sie teil, nicht als Demonstrant, sondern als Beobachter und schicken Sie uns SMS, hinterlassen Sie ihre Eindrücke auf unserem Anrufbeantworter und senden Sie Fotos, Handyvideos und Berichte. Wenn Sie wünschen, können wir Ihnen eine Akkreditierung bei der UDD beschaffen und sie können mit einer Gruppe von Rothemden nach Bangkok reisen. Ziehen Sie vorsichtshalber kein rotes Hemd an und stattdessen die von der UDD ausgegebenen Presseausweise.
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Wozu treibt Angst vor Verlust der Privilegien? |
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Dienstag, den 09. März 2010 um 23:12 Uhr |
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(09.03.2010, Berlin, Mark Teufel) Matichon Weekly hatte Berichte veröffentlicht, dass 12 Mitglieder des Kabinetts von Premierminister Abhisit Vejjajiva Vermögenswerte „versteckt“ hätten, wenn man mit den Kriterien des Urteils gegen Thaksin argumentiert. Die angeblich gröbsten Fälle sind Kalaya Sophopanich (Verwandter der Eigentümerfamilie der Bangkok Bank), Kuakul Danchaiwijit (Transportministerium BhumJaiThai), Portiva Nakasai (Handelsministerin und Miteigentümerin des größten Bordells des Landes), Chaiwutti Bannawat und andere. Auch Chaovarat und Finanzminister Korn werden in dem Artikel genannt. Abgesehen davon, dass die rechtlichen Regelungen der Verfassung unangemessen sind, werden diese Vorwürfe niemals von der Justiz aufgegriffen werden, so lange sie ein Werkzeug der Mächtigen ist. Aber die Angst geht um, dass diese Privilegien durch die Rothemden gefährdet werden. Und deshalb ist der Ausgang der Demonstration am nächsten Wochenende vollkommen ungewiss. Neue Spekulationen sehen Newin Chidchop wieder als Initiator von Unruhen, wie bereits in Pattaya im Jahr 2009.
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Koalitionspartner verlassen das Land, Abhisit bleibt? |
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Dienstag, den 09. März 2010 um 17:39 Uhr |
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(09.03.2010, Berlin, Mark Teufel) Mehrere Beobachter der Szene in Bangkok haben mir mitgeteilt, dass außergewöhnlich viele Führungskräfte der kleineren Koalitionsparteien derzeit Auslandsreisen antreten. Ein Kommentator in Facebook erklärte: „Die Vögel suchen sich einen Zaun, von wo aus sie die Ereignisse beobachten können“. Abhisit dagegen hat sich entschlossen, doch nicht ins Ausland zu fliegen. Die Fragen der ausländischen Journalisten, warum er in einer solchen Situation nicht in Thailand ist bleiben ihm so erspart. Er trägt nun die volle Verantwortung für die Aktionen der Regierung und des Militärs, auch wenn er eigentlich keinerlei Macht über das Militär hat. Und nachdem der Rat für nationale Sicherheit die Ausrufung des Gesetzes zur Inneren Sicherheit empfohlen hat, wird erwartet, dass die Regierung der Empfehlung folgen wird, und damit Bürgerrechte aufhebt und alle Macht den Sicherheitskräften verleiht, die ohne Rechtfertigungszwang ihrer Taten beliebig handeln können. Haftbefehle gegen Vera Musikapong und Jaran Ditapichai werden in Verbindung mit dem Waffendiebstahl erwartet, da sie schon in diesem Zusammenhang befragt wurden.
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Dienstag, den 09. März 2010 um 16:14 Uhr |
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(09.03.2010, Berlin, Mark Teufel) UPDATE Die Nachrichten werden hektischer und immer dichter. Matichon berichtet, dass die Regierung die Bürger aufruft „verdächtige Bewegungen“ der Rothemden zu melden und sich ansonsten aus der Auseinandersetzung heraus zu halten. In der nächsten Titelgeschichte wird berichtet, dass der Bürgermeister von Chiang Mai der klerikalen Leitung der Mönche untersagt hätte an der Demonstration teil zu nehmen, während in Wat Sriboonrueng der Abt Essen und Transportgelegenheiten für Mönche organisiert hat, die an der Demonstration teilnehmen wollen und aus der Sangha gesickert ist, dass 10.000 Mönche ihre Unzufriedenheit darüber zum Ausdruck gebracht hätten, dass die Regierung Mönche auf eine Schwarze Liste gesetzt hätte. Es geht weiter.
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50.000 Soldaten und 46.000 Freiwillige gegen Demonstranten |
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Dienstag, den 09. März 2010 um 06:17 Uhr |
(08.03.2010, Berlin, Mark Teufel) UPDATE2 Die Armee erklärte, 30.000 Truppen vor Ort und 20.000 Mannschaften als Reserve bereit zu halten, sowie über 46.000 Freiwillige zu verfügen, um Ruhe und Ordnung in Bangkok zu gewährleisten. Abgesehen davon, dass es trotz massiver Aufstockungen der Ausrüstung kam, muss man davon befürchten, dass der größte Teil der Soldaten nur die normale Kampftruppenausrüstung für den Kriegseinsatz hat. Sturmtruppen gegen die eigenen Bürger? Schauen wir uns das Gesetz zur Inneren Sicherheit und den Plan der Regierung zur Zerschlagung einer Demonstration in Bangkok genauer an.
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Warum ich nicht mehr über Thaksin diskutiere |
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Montag, den 08. März 2010 um 16:07 Uhr |
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(08.03.2010, Berlin, Mark Teufel) Es ist überall das gleiche Bild. The Nation, Bangkok Post oder auch hier bei ST. Es erscheint ein Artikel in dem kein Wort von Thaksin erwähnt wird und die Kommentatoren streiten sich darüber ob Thaksin schlimmer war als die derzeitige Regierung. Ich weigere mich einen solchen Unsinn weiter zu kommentieren. Und will hier begründen warum.
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Mopedfahrer des Bombenwerfers Rothemd |
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Montag, den 08. März 2010 um 00:32 Uhr |
(07.03.2010, Berlin, Mark Teufel) UPDATE Heute Abend erschienen auf Kanal 9 zwei Männer, die angeblich vor der Polizei zugegeben hatten, Helfer bei einem der Handgranatenattentate auf eine Niederlassung der Bangkok Bank gewesen zu sein. Sie erklärten Anhänger der Rothemden zu sein. (Bei den vier Angriffen auf verschiedene Niederlassungen explodierten nur zwei, eine wurde entschärft, eine dritte war eine Attrappe).
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Diebstähle von Waffen und Munition bei der Armee |
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Sonntag, den 07. März 2010 um 22:01 Uhr |
(07.03.2010, Berlin, Mark Teufel) UPDATE2 Die thailändischen Medien berichten über massive Diebstähle von Waffen und Munition aus Armeelagern. Wie üblich es für die Medien nicht möglich Einzelheiten vor Ort zu recherchieren und ist auf spärliche Angaben durch das Militär und die Regierung angewiesen. Während die konservativen Zeitungen darüber spekulieren, ob die Waffen für die Aufständischen im Süden oder für die Demonstrationen der Vereinigten Front für Demokratie und gegen Diktatur (UDD) nach Bangkok geschafft wurden, wird in den Dissidentenforen darüber diskutiert, ob die Waffendiebstähle nur den Vorwand für die Ausrufung des Gesetzes zur Inneren Sicherheit liefern sollen, oder ob damit paramilitärische Gruppen, ähnlich den Blauhemden, ausgerüstet würden, um damit die Rothemden zu diskreditieren.
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Propagandakrieg oder Pfeifen im Wald |
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Sonntag, den 07. März 2010 um 19:42 Uhr |
(07.03.2010, Berlin, Mark Teufel) In den letzten Tagen hat die Propaganda einen neuen Höhepunkt erreicht. Mit einem Ministerpräsidenten, der von Terrorgefahr in Zusammenhang mit den Rothemden redet aber trotzdem während der größten Demonstration in der Geschichte Thailands zu Staatsbesuchen ins Ausland fliegen will. Mit Berichten, dass Waffen aus Militärdepots „gestohlen“ wurden. Mit Berichten, dass Demonstrationen der Vereinigten Front für Demokratie und gegen Diktatur vor wenigen Tagen durch Geheimdienst und Polizei unterwandert worden war. Und mit einem Thanong Khanthong, dem glühenden Verfechter der Volksallianz für Demokratie (PAD) und des Militärs in der The Nation, der die Regierung bereits durch einen Misstrauensantrag der Opposition gestürzt sieht und über einen neuen Militärcoup spekuliert.
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Doppelte Moral und kein Ende in Sicht |
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Samstag, den 06. März 2010 um 18:46 Uhr |
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(06.03.2010, Berlin, Mark Teufel) Wer die 5. Pressemitteilung der Vereinigten Front für Demokratie und gegen Diktatur (UDD) und Erklärungen verschiedener Führer der Rothemden aufmerksam verfolgt hat wird feststellen, dass zunehmend davon gesprochen wird, dass nicht alle Demonstranten rote Hemden tragen werden, und dass die Demonstration nicht für Thaksin, sondern die Einrichtung einer Demokratie wirbt, die vom Volk ausgeht. Die Verlegung des Demonstrationstermins hat nicht nur etwas mit dem Ferienanfang zu tun, sondern auch damit, die von der Regierung immer wieder beschworene Verbindung zwischen dem Urteil gegen Thaksin und der Demonstration ad absurdum zu führen. Das Urteil gegen Thaksin ist laut Rothemden nur eines von vielen Beispielen für die einseitige und voreingenommene Justiz. Diese Strömungen scheinen Hand in Hand mit der Entwicklung zu gehen, dass immer mehr Gelbhemden sich der Demokratiebewegung anschließen. Denn immer mehr Menschen wird langsam klar, dass ein Militärcoup und seine Folgen wie derzeit zu sehen, in keiner Weise geeignet sind die Korruption und Ungerechtigkeit in Thailand zu beenden. Wie kam es dazu?
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Die Armee, Korruption und ein Himmelsdrachen |
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Samstag, den 06. März 2010 um 04:57 Uhr |
(05.03.2010, Bangkok, PPT (Political Prisoner Thailand Blog) Vor nicht all zu langer Zeit hatte PPT über die Korruption in der Armee berichtet und das neue Luftschiff der Armee, den so genannten Himmelsdrachen erwähnt. Die Leser könnten interessiert daran sein, den Artikel noch einmal zu lesen, um Hintergrundinformationen zu bekommen. …
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Doppelter Standard, wohin man schaut |
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Freitag, den 05. März 2010 um 17:56 Uhr |
(05.03.2010, Berlin, Mark Teufel) Man kann sich über die Ziele der Rothemden und über ihre Strategien streiten. Man kann sie ablehnen. Man mag auch einige Extremisten der Demokratiebewegung als gefährlich und kriminell ansehen. Aber man kann nicht mehr leugnen, dass durch das Auftreten der Vereinigten Front für Demokratie und gegen Diktatur (UDD) die Ungerechtigkeit und der Missbrauch der Justiz als politisches Werkzeug überdeutlich jeden Tag aufs Neue sichtbar werden. Doppleter Standard, oder wie man in Deutsch vielleicht besser sagen würde "Doppelte Moral" beschreibt die tägliche Praxis der Regierung.
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Bizarres Urteil gegen Thaksin |
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Freitag, den 05. März 2010 um 05:10 Uhr |
(04.03.2010, Berlin, Mark Teufel) Nur wenige Quellen haben sich wirklich kritisch mit dem Urteil auseinander gesetzt, einerseits weil Kritik am Urteil als „Missachtung des Gerichts“ mit Gefängnisstrafen belegt werden kann, andererseits weil es politisch opportun war, einfach das Urteil zu zitieren, ohne die Tatsachen dabei zu würdigen. In meinen Büchern bin ich verschiedentlich auf die Vorwürfe eingegangen und bisher konnte ich keine neuen Beweise oder Ansätze finden, die eine wesentliche Veränderung gegenüber den bekannten Tatsachen bedeuten würden. Am Beispiel des Urteils in Bezug auf die Umstellung der Konzessionszahlungen auf Verbrauchssteuerzahlungen will ich noch einmal die Absurdität mancher Argumentation aufzeigen.
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UDD: Wir kommen in Frieden! |
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Donnerstag, den 04. März 2010 um 22:18 Uhr |
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(Pressemitteilung der UDD vom 04.03.2006) Nachdem wir die letzten Pressemitteilungen überschlagen hatten, weil es sich in erster Linie um politische Aussagen handelte, die den Lesern dieser Seiten bekannt sein dürften, möchten wir diese 5. Pressemitteilung teilweise veröffentlichen, weil sie einige interessante grundsätzliche Stellungnahmen enthält.
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Schaden durch Thaksin 46 Milliarden? Schaden durch PAD 300 Milliarden? |
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Donnerstag, den 04. März 2010 um 20:54 Uhr |
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(04.03.2010, Berlin, Mark Teufel) Nun wissen wir alle, dass der Schaden für Thailand, der durch die Demonstrationen und Terrorakte der Volksallianz für Demokratie (PAD) im Jahr 2008 durch die Bank von Thailand auf 250 Milliarden Baht geschätzt wurde. (Und man darf gerne noch einmal 50 Milliarden für private Schädigungen dazu rechnen, wenn man den verschiedenen Verbänden und Interessenvertretern glaubt.) Erscheint da ein Schaden von angeblich 46 Milliarden Baht durch Thaksin nicht fast wie Peanuts? Trotzdem scheint der Hauptprotagonist der halb-faschistischen Bewegung unantastbar zu sein. Nachdem er das Attentat, offensichtlich aus Militärkreisen gegen ihn verübt, überlebte, hat er offenbar keinerlei Mühe Staatsanwälten zu sagen, was sie zu lassen haben.
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Selbst der Schein der Justiz wird beiseite gefegt |
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Donnerstag, den 04. März 2010 um 12:07 Uhr |
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(04.03.2010, Berlin, Mark Teufel) Man mag es nicht glauben. Aber der Generalstaatsanwalt Chulasing Vasantasing erklärte, dass er sofort das Oberste Gericht auffordern würde, die 46,37 Milliarden aus dem Vermögen von Thaksin Shinawatra sofort zu beschlagnahmen, wie im Urteil von Freitag genannt, und das obwohl der Beklagte Thaksin noch 30 Tage Frist zur Einreichung von Rechtsmitteln hat. Aber der Generalstaatsanwalt „glaubt“ (Bangkok Post), dass die Rechtsanwälte des gestürzten Premierministers innerhalb von 30 Tagen keine neuen Beweise vorlegen könnten, die ein neues Verfahren rechtfertigen würden.
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Touristen sollten Bangkok vom 12. bis 15. März meiden |
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Dienstag, den 02. März 2010 um 23:38 Uhr |
(02.03.2010, Berlin, Mark Teufel) Touristen, die im März Sehenswürdigkeiten in Bangkok besichtigen wollen, sollten gegen Mitte des Monats darauf verzichten. Die Vereinigte Front für Demokratie und gegen Diktatur (UDD) hat eine Großdemonstration für die Tage vom 12. bis 14. März angekündigt und will über eine Million Menschen zu Kundgebungen nach Bangkok bringen. Auch wenn das logistisch unmöglich erscheint und noch niemals vorher realisiert wurde, dürften die Tage in einem Verkehrschaos enden, selbst wenn nur 500.000 oder 700.000 Menschen bis zum Stadtzentrum vordringen sollten. Denn die Demokratieaktivisten haben angedroht auch Bauern mit e-tans, landwirtschaftlichen Fahrzeugen, die wie Klein-LKWs aussehen aber wie Traktoren fahren, nach Bangkok zu schicken. Die Regierung bereitet derweil alles vor, um die Demonstranten davon abzuhalten in die Metropole vorzudringen.
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