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Phua Farang – der ausländische Ehemann |
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Meinung
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Freitag, den 15. Januar 2010 um 20:26 Uhr |
(Singapur, 15.01.2010, Mark Teufel) Jeder weiß, dass ausländische Ehemänner längst einen wirtschaftlichen Faktor in manchen Regionen Thailands darstellen, einen Einfluss, den manchen lokalen Politikbaronen nicht angenehm ist. Jakrapob Penkair hatte 2006 und 2008 eine Gesetzesinitiative anregen wollte, bevor er durch den Militärcoup und dann die PAD und Democrat Party zum Rücktritt, zuletzt als stellvertretender Premierminister, gezwungen wurde, in der solchen Ehen besondere Privilegien eingeräumt werden. Er wollte das legalisieren, was in der Praxis längst umgesetzt war. Er wollte Familien mit ausländischen Ehepartnern ermöglichen legal ein Grundstück, ein Haus und andere Dinge gemeinsam zu besitzen, wie es in anderen zivilisierten Ländern üblich ist. Er wollte beenden, dass die ausländischen Männer in eine rechtlich bedenkliche Grauzone abdrängt werden. Nun gibt es eine Doktorarbeit über das Thema.
Die Dissertation erklärt den Anstieg und das anhaltende Wachstum von transnationalen Ehen im Nordosten von Thailand, indem sie eine "geschlechterspezifische und lokalisierte Analyse der Globalisierung" vornimmt. Das Phua Farang – Phänomen oder die Rassenschranken überwindenden Ehen zwischen thailändischen Frauen und ausländischen Männern ist in den letzten zehn Jahren substantiell gewachsen. In den Jahren 2003-2004 hatten sich 15.000 Frauen aus den Provinzen des Isaan auf romantische Verbindungen oder Heirat mit ausländischen Männern, in der Hauptsache aus Westeuropa und den USA eingelassen. Sieht man die deutschsprachigen Länder DACH als Einheit an, führt die deutschsprachige Ländergruppe alle Statistiken mit großem Vorsprung an.
Transnational verheiratete Frauen aus dem Isaan schicken Mittel an ihre Familien, Schulen und Tempel, und tragen so zur wirtschaftlichen und sozialen Veränderung der bäuerlichen Dörfer in Thailands ärmster Region bei. Das Phua Farang Phänomen unter den Frauen des Isaan und der Umfang der geldwerten Beiträge verblüfft die thailändische Gesellschaft und erzeugt Diskussionen im ganzen Land. Der Verfasser schreibt:
Ich demonstriere durch die Kombination von Analysen der geschlechtsspezifischen Situation, der Klasse und der Wirtschaftspolitik, wie das Phua Farang Phänomen mit den lokalen und globalen „Welten“ verknüpft ist, mit dem makro- und mikropolitischen System und mit der Geburtenrate und Fortpflanzung. Indem ich lokalisierte globale Prozesse erforsche, die auf verschiedenen Ebenen ablaufen, vom Einzelindividuum über die Familie, die dörfliche Gemeinschaft bis zum Staatengebilde und die globale Wirtschaft. So enthüllt diese Dissertation den ständig stattfindenden Kampf zwischen den Kräften „von oben“ und dem täglichen Widerstand im Alltag, durch gesellschaftliche Klasse, Ethnie und Geschlecht. Interne Kämpfe in der thailändischen Nation, dargestellt in ethnischen, klassenbezogenen und geschlechtsspezifischen Moralbegriffen und der nationalistische Diskurs rund um das Phua Farang Phänomen verkomplizieren das Dilemma zwischen „kolonialisierender globaler Kapitalismus“ und der so sehr gelobten lokalen Alternativen zur Moderne.
Wir erinnern uns daran, dass in Birma Frauen (und Männern) die mit Ausländern (Ausländerinnen) verheirate sind, durch die Militärverfassung von 2007 von passivem Wahlrecht ausgeschlossen sind. Ursprünglich als Maßnahme gegen die populäre, jetzt verwitwete Anführerin der Demokratiebewegung gerichtet, hat sich diese Regelung schnell als gut verkäufliches nationalistisches Instrument heraus gestellt.
Noch ist in Thailand keine Gesetzesinitiative zu erkennen, die ähnliche Beschränkungen enthält, aber ebenso wenig ist zu erkennen, dass die derzeitige rechts-nationalistische Regierung bereit ist allgemeine Menschenrechtsgrundsätze auf Ausländer anzuwenden, die mit thailändischen Frauen verheiratet sind. Im Gegenteil müssen ausländische Ehepartner im Fall eines weiter angeheizten Nationalismus durchaus auf immer weiter wachsende Visahürden und administrative Schwierigkeiten gefasst sein.
Ausländische Ehemänner im Isaan (1 MB)
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LuangSomO
@bangkokpundit There is nothing much that Thai society can be proud of. This is the guy that all of Thai police can be proud to follow.
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LuangSomO
@bangkokpundit You guys should make good thing out of his death. He is the one that all of the Thai police should look up to.
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legalnomads
@SleeplessInKL calm so far. No worries, but thanks :) @bangkokpundit has frequent updates.
vor etwa 4 Stunden
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