(09.02.2010, Singapur, Mark Teufel) Sri Lanka wird von Thailand als mögliches Modell in Betracht gezogen, wie das Problem der Aufständischen im Süden des Landes gelöst werden könnte. Mit brachialer Gewalt und mehr Unterdrückung, mit ethnischer Säuberung. Damit wir uns ein Bild davon machen, was in manchen Ländern als "erfolgreiches Modell" für die Beendigung von Bürgerkriegen sein soll, hier der Bericht von Lee Yu Kyung, erstveröffentlicht in Neues Deutschland, 02.02.2010, Seite 3 bei uns mit zusätzlichen Fotos. Niemand darf wissen wo sie sich versteckt halten, denn sonst ist ihre Auslieferung vorprogrammiert.
Unter den Toten auf der Flucht
Entkommen aus den Internierungslagern Sri Lankas
Von Lee Yu Kyung aus Malaysia
“Es war unvermeidbar … wenn ich mein Leben retten wollte. Die Absicht des Angriffs der Armee Sri Lankas war, die Menschen in ihre Arme zu treiben.“
Am Abend des 16. Mai 2009 war der 60-jährige Karen (Name geändert) einer von 250.000 Tamilen, die auf die Regierungsseite flüchteten, von wo aus deren Artillerie sie unter Dauerbeschuss genommen hatte. „Unvermeidbar, unfreiwillig, gegen meine Überzeugung“, bekräftigte Karan, während der Autor dieser Zeilen immer wieder herumfragt, ob die Menschen zur Zuflucht auf die Regierungsseite genötigt wurden, was die Rebellen zur Anklage erhoben, die Regierung missbrauche sie als menschliche Schutzschilde. „Die LTTE [Befreiungstiger von Tamil Eelam] haben keine Menschen als Geiseln genommen oder als menschliche Schutzschilde oder Barrieren oder irgendwas missbraucht“, fuhr er fort. „Wer sind die Tiger? Es sind die Kinder des tamilischen Volkes. Jede Familie hat einen Tiger als Sohn oder Tochter. Es gibt keine Trennung von Tigern und Volk.“
Während des letzten Angriffs in Sri Lankas Krieg vom letzten Jahr hatte Karan sein Moped bis zum äußersten strapaziert, um das Ausmaß des Krieges und insbesondere die Kriegsopfer festzustellen. Als einer der wenigen tamilischen Journalisten in der Kriegszone schätzte er, „dass die Zahl der Toten vom 14. Januar bis 25. April mindestens 8000 betragen, wenn ich meine Aufzeichnungen dazu zusammenrechne“. Das sind in etwa eintausend Opfer mehr als die UN annimmt. Was den umstrittenen Blutzoll der dann folgenden letzten drei Wochen angeht und den die UN auf ungefähr 20.000 schätzt, weigerte er sich diesen zu beziffern, da er nicht mehr in der Lage gewesen war, sein Moped durch die heftigen Artillerieangriffe zu fahren. „Ich kann Ihnen sagen, was ich persönlich gesehen habe, aber ich möchte nichts wiederholen, was ich nur von anderen gehört habe“, sagte Karan.
Nach offiziellem Kriegsende kam er ins Internierungslager Vavunya, welches von der Regierung zur Sperrzone erklärt wurde, sowohl für die zahlreiche Hilfsorganisationen, als auch erst recht für unabhängige Beobachter wie z.B. auch JournalistInnen. Karan wurde am 20. Mai der letzte, an dem Tag neu errichteten „Zone 4“ zugeteilt. Jetzt ist Karan aber weder in dem Lager noch überhaupt in Sri Lanka. Er schaffte es, zu fliehen und über die Hauptstadt Colombo schließlich Sri Lanka ganz zu verlassen, ein Land, welches als für JournalistInnen am gefährlichsten überhaupt gilt.
Dem für JournalistInnen gefährlichsten Land der Welt entflohen
“Warum schläfst du hier in der heißen Sonne? Wenn du Geld hast, kannst du hier raus.“
Es war Mitte Juni, als ein Fremder Karan dieses zuflüsterte. Er lag außerhalb eines Zeltes, das mit 14 Menschen total überfüllt war, darunter zwei verheiratete Pärchen, zwei Mädchen und einer 70 Jahre alten Frau. Um herauszufinden, ob der Fremde vielleicht ein Armeespion war, antwortete er einfach, dass er es durchaus angenehm fände, dort zu leben. In Wahrheit war er, der erfahrene Journalist, dachte er an nicht anderes, als einen Weg zu finden, dem Lager zu entkommen, in dem es oft nur ungenießbares, durch Wasser verlängertes „entsorgtes“ Essen gab.
“Ein einem anderen Tag kam ein anderer Mann auf mich zu und sagte, dass er mich aus dem Lager bringen könnte, wenn ich Geld hätte. Er war einer der Gemüselieferanten für Zone 4. Ich hatte dann schon gemerkt, dass die Leute aus dem Lager zu flüchten begannen.“
Karan zahlte ihm 200.000 Rupien (1200 Euro) und bekam im Gegenzug einen Treffpunkt und eine Zeit genannt. An jenem Tag fuhr der „Gemüsemann“ langsam durch das Gebiet, wo Karan in das Fahrzeug einsteigen sollte. Er bedeckte sich mit leeren Gemüsesäcken. Sicherheitskräfte, den der Gemüsemann bestochen haben musste, schauten in das Auto und sahen nur die leeren Gemüsesäcke, aber fassten sie nicht einmal an. Nach einer zweistündigen Fahrt kam das Fahrzeug an einem Wohnhaus nahe der Stadt Vavunya an, wo Karan auf weitere 10 Flüchtlinge traf, die auf verschiedenen Wegen dem Lager entflogen waren. Zwei Tage später erhielt er ein Zugticket nach Colombo. Er wurde von einem Jungen begleitet, der am Bahnhof von Vavunya angestellt war. Die Gegenleistung für die 200.000 Rupien Fluchtgeld endete hier. Karan kam Ende Juni in Colombo an.
“In Colombo traf ich dann jemanden, der auch aus dem Lager geflohen war. Er erzählte mir, dass er entkam, indem er auf einem Fahrzeug aufsprang, welches die Toten aus dem Lager brachte - er hatte sich zwischen die toten Körper gelegt.“
Karan, der bisher sehr ernst dreinschaute, lachte jetzt - angekommen in einem der Städte Südostasiens, in die er Mitte Juli geflohen war, nachdem er einen weiteren großen Betrag an einen anderen Fluchthelfer in Colombo zahlen musste.
Es ist unmöglich herauszufinden, wie viele genau aus dem Lager und später aus dem Land fliehen konnten. Ein interner Bericht einer Hilfsorganisation, der dem Neuen Deutschland exklusiv vorliegt, führt eine Zahl von 5.186 als solche auf, die das Lager „ohne Wissen der Behörden verlassen“ haben (Stand: 4. Januar 2010). Darunter waren 3.278 alleine aus dem Lager Anandakumaraswamy (Zone 1). Der ständige Strom von Flüchtlingen spiegelt die beschämenden Bedingungen des mit Stacheldraht eingezäunten Lagers, durch das die Wachen wie in einem Schlachtfeld patrouillieren.
„Das Fluchtpaket“ macht Schule
Nach Aussagen verschiedener Flüchtlinge aus den Zonen 1 bis 4 scheinen einige der noch umstrittenen Behauptungen einiger britische Medien über die Lager aber tatsächlich allgemein bekannte Wahrheit zu sein - so wie eben „das Fahrzeug, das die toten Körper wegschafft”. Am 10. Juli hatte die britische Times eine anerkannte internationale Hilfsorganisation mit den Worten zitiert, dass „jede Woche um die 1400 Menschen in dem riesigen Internierungslager Manik Farm sterben“. Es waren meist Ältere und Kinder, die an eher einfachen Krankheiten wie Durchfall und hohem Fieber starben – aufgrund von Mangelernährung, wie Entkommenen bekräftigen.
“Ich ging gegen Mitte Juni ins Krankenhaus gegangen. Wie immer war dort eine lange Schlange. Gegen 13:00 Uhr fiel eine alte Dame um, wurde kalt und starb innerhalb weniger Stunden. Niemand gedachte, sich um sie zu kümmern, denn jeder kam selber schon am frühen Morgen, nur um ein paar Tabletten zu erhalten.“ Der 23-jährige Jeyabalan (Name geändert), der Anfang November dem Lager Ramanathan (Zone 2) entkommen war, bestätigte den Tod dieser älteren Frau. Er erzählte auch von Lautsprecherdurchsagen, die im Schnitt einmal die Woche im Lager gemacht wurden und in denen gesagt wurde: „Hier ist ein toter Körper. Jeder, der ein Mitglied der Familie vermisst, komme bitte her, um ihn zu identifizieren.
Rajini (32, Name geändert), die drei Monate in Block D2 der Zone 4 interniert war, hatte es wegen der langen Schlange 15 Tage lang nicht geschafft, einen Arzt zu sehen. Als ein Arzt sie schließlich untersuchte, diagnostizierte der eine Lungenentzündung. Aber sie erhielt lediglich ein paar fiebersenkende Tabletten. „Mehr als 20 Menschen starben in diesen drei Monaten in Block D2 alleine. Und Zone 4 war in 54 Blöcke von A1 bis F9 unterteilt, soviel ich weiß. Und ich hatte noch Glück, denn mein Block lag in der Nähe der höher gelegenen Hauptstraße, während die Blöcke D8 und D9, in denen Verwandte von mir untergebracht waren, oft von Regenfällen überflutet wurden“, erzählte Rajini, die am 16. August fliehen konnte. Neben Älteren und Kindern waren auch die psychisch Kranken stark gefährdet, berichtete eine andere Quelle. “Sie wussten nicht einmal mehr, dass sie dringend einen Arzt benötigten, und viele starben einfach so.”
Rani (22, Name geändert) erinnerte sich an einen offensichtlich geistig gestörten Mann im Lager Arunachalam (Zone 3), der immer wieder über einen Baum kletterte und der dann an einer unbekannten Krankheit verstarb. „Er war zu verrückt, um einen Arzt aufzusuchen.“ Ihre 20-jährige Schwester Sudanth (Name geändert) erinnert sich: „Zum Beispiel am 22. April: Da ging mein Vater schon um 3 Uhr morgens zum Krankenhaus und erhielt die Nummer 89 für mich. Ich sah den Arzt dann um 16 Uhr am selben Tag“. Die Geschwister waren dann Anfang Juli aus dem Lager geflohen. Vom Chettikuram-Krankenhaus außerhalb des Lagers, wohin sie mit spezieller Erlaubnis der Armee gebracht worden waren, gingen sie nicht ins Lager zurück. Sie verließen ihre Familie, die aber sofort von Verwandten über die Flucht der Kinder informiert wurden. „Unsere Eltern waren glücklich, dass wir es getan hatten“, sagten die Schwestern, die jetzt in Nachbarländern Asyl suchen.
Sie Aussagen der Geflüchteten machten eines ganz deutlich: In den Lagern gab es nur singhalesische Ärzte, mit denen also die Tamilen nicht sprechen konnten. Dabei ist es
allen klar, dass die zwei Ethnien des Landes, Tamilen und Singhalesen, nicht die Sprache der jeweils anderen verstehen, was eines der Hauptprobleme in diesem brutalen Krieg ist. Man erinnere sich daran, dass die Regierung über fünf tamilische Ärzte klagte, die einen großen Teil ihres Lebens in der Kriegszone verbracht hatten und dabei auch die nach Nachrichten durstenden Journalisten während des Krieges mit guten und schlüssigen Informationen versorgten.
Nur singhalesische Ärzte für die tamilischen Flüchtlinge
Das Fehlen jeglicher Versorgungseinrichtung in den Lagern erscheint als systematische Menschenrechtsverletzung, die zu unmenschlichem Leid geführt hat. Da es viele Insassen waren, die schon in der Nacht oder am sehr frühen Morgen aufbrachen, um die langen Schlangen bei der Suche nach Nahrung, Wasser, einer Toilette oder dem Krankenhaus zu vermeiden, verschwanden einige von ihnen angeblich in der Dunkelheit. „Ich sah eine Mutter, die weinte, da ihre Tochter am frühen Morgen aufgebrochen war um Trinkwasser zu suchen, aber bis zum späten Nachtmittag nicht zurück gekehrt war“, sagte Karan aus Zone 4. Chandra (30, Name geändert) die aus dem Lager Ananthakumarsuwamy (Zone 1) entkommen war, erzählt eine ähnliche Geschichte: „… vermisst … und anschließend tot.“
„Es war entweder der 23. oder 24. Mai. Menschen sprachen darüber, dass sechs Tote in der Nähe eines kleinen Flusses gefunden worden waren, der Zone 1 und Zone 2 trennte. Ich selbst ging zum Fluss und sah den leblosen Körper einer jungen Frau. Sie hatte in meinem Nachbarzelt gelebt. Sie war am frühen Morgen zur Toilette gegangen und niemals zurückgekehrt. Frauen hatten dort oft in der Dunkelheit ein Bad genommen“.
Die gleiche Geschichte wurde von Siva (41, Name geändert) erzählt, die auf der anderen Seite des Flusses interniert worden war, im Lager Ramanathan (Zone 2).
“Sie waren betrunken!” Rajini war aufgeregt. “Die besoffenen Soldaten kamen zur Küche oder zum Wassertank, als die Leute dort spät nachts oder früh am Morgen in der Schlange standen. Sie schikanierten die Mädchen. ‚Komm mit mir’, riefen sie ihnen zum Beispiel zu.“ Rajini erzählte dann, wie sie vom ersten Tag an im Lager gedemütigt wurde.
“Es gab keine einzigen weiblichen Verantwortlichen am Kontrollpunkt von Zone 4, als wir dorthin gebracht wurden. Die männlichen Soldaten kontrollierten unsere Körper und unsere Habseligkeiten - 10 Minuten lang pro Person. Ich fühlte mich gedemütigt und konnte aber nichts dagegen tun. Denn keiner dort sprach tamilisch.“
Während niemand tamilisch verstand, wenn man es dringend benötigt hätte, gab es doch eine Sache, die die Insassen auf tamilisch lesen und hören sollten: “Ihr habt keine andere Wahl als zur Regierungsseite überzuwechseln. Dort werdet ihr gutes Essen, Wasser, Unterkunft und alle Güter des täglichen Bedarfs erhalten.“ So die Propaganda auf dem Regierungssender und auf Flugblättern zur Zeit des unerbittlichen Krieges. Aber tatsächlich war nichts von dem vorbereitet für diejenigen vom letzten Schlachtfeld bei Muulivaikal oder Vellamullivaika, die 3-4 Tage lang nichts gegessen hatten, als sie letztendlich doch in der von der Regierung kontrollierte Stadt Vaduvakallu Zuflucht suchen mussten.
“Wir haben drei Tage unter freiem Himmel und ohne irgendetwas zugebracht. Die Armee zählte bis zu 22.000 Menschen als sie aufhörte weiterzuzählen. Einige Soldaten erschienen menschlich, denn sie gaben uns ihr Essen und sagten uns, dass sie nicht so viel mit Artillerie geschossen hätten, hätten sie gewusst, wie viele Zivilisten noch in der Kriegszone lebten.“ So berichtete Aravindan (28, Name geändert), die am Morgen des 17. Mai aus der Kriegszone geflohen war. Ab dem 20. Mai begannen sie, die Tamilen zu den Lagern in Vavunya zu bringen, die kaum besser waren als das Vegetieren auf freiem Feld.
“Wir versuchten unsere Würde auch unter den harten Bedingungen des Krieges zu wahren. Aber sobald wir im Lager angekommen waren, warf die Armee ein paar Essenspakete einfach über die Köpfe der Menge. Woraufhin Tausende von Menschen um die Nahrungsmittelpakete kämpften. Als sie diese Geschichte von der Ankunft im Lager erzählt, bricht die stolze Chandra in Tränen aus. Sie war entschlossen herauszufinden, wo ihr Mann und ihre Tochter abgeblieben waren, die von ihr und ihrer zweiten Tochter in den letzten Tagen der Kriegswirren getrennt worden waren.
Der Kampf um ein Essenspaket
Es ist jetzt 8 Monate her seit Kriegende und seit Präsident Mahinda Rajapaksa öffentlich versicherte, dass die Kriegsflüchtlinge innerhalb von 180 Tagen in eine neue Heimat entlassen würden. Diese Versicherung stellte sich als leeres Versprechen heraus, als das halbe Jahr Ende November abgelaufen war. Dem letzten Bericht des UN-Büros für die Koordinierung der Humanitären Angelegenheiten (UNOCHA) vom 11. Januar 2010 zufolge wurden bis Jahresende 155.942 Flüchtlinge entlassen, aber 108.106 blieben interniert und somit deren „Bewegungsfreiheit“ eingeschränkt. Und die Frage bleibt offen, ob die Entlassenen überhaupt zurückkehren konnten oder es bald werden können.
“Der Zugang zu den Rückkehrgebieten, vor allem zu den früher durch die LTTE kontrollierten, ist für Hilfsorganisationen verboten. Daher ist es für diejenigen Menschen sehr schwierig, Hilfe dort zu erhalten, wo sie am notwendigsten wäre“, erklärte ein Menschenrechtsaktivist in Sri Lanka gegenüber dem Neuen Deutschland. Auch er möchte seinen Namen nicht genannt wissen.
Chris Patten, stellvertretender Vorsitzende der International Crisis Group (ICG) in Brüssel, schrieb in einem Beitrag für die New York Times am 12. Januar über die Hintergründe: „Ein großer Teil der mehr als 150.000 Menschen, die kürzlich aus den Lagern entlassen wurden, kehrten nicht in ihre Häuser zurück und wurde auch nicht umgesiedelt. Sie wurden in ‚Transit-Zentren’ in ihren Heimatdistrikten gebracht, wo sie bis heute auch verblieben“.
Für Karan, Chandra, Jeyabalan, Rajini und tausende andere, die aus den Lagern entkamen und jetzt Asyl und Schutz suchen, nachdem sie den Horror des Krieges und die unbeschreiblichen Nöte der Lager überlebt hatten, liegen weitere Unwägbarkeiten vor ihnen. Nicht nur, dass ihre Zufluchtsländer keine Unterzeichner der UN-Flüchtlingskonvention sind, diese Länder sind auch gar dazu bereit, Asylsuchende aufzunehmen. Der Fall von 254 Flüchtlingen, die auf einem Boot auf Merak in Indonesien strandeten und mehr als 100 Tage unter furchtbarsten Bedingungen verbrachten, hat Australien, welches eines der bevorzugten Länder für die Flüchtlinge ist, zu einer fremdenfeindliche Stellungnahme veranlasst, und zwar ähnlich der Propaganda seitens der Regierung Sri Lankas, die für die Flüchtlingskrise „Menschenschmuggler“ verantwortlich macht, was viele Massenmedien unreflektierend übernommen haben.
“Das ist kein Menschenschmuggler”, antwortete Irene Khan, Generalsekretärin von Amnesty International, in einem Interview mit Al Dschasira. “Man könnte es einen Strom von Asylsuchenden nennen. Und diese Menschen sind auf der Suche nach Schutz, aber die internationale Gemeinschaft tut sehr wenig für sie. Es gibt keine Wiederansiedelung der Flüchtlinge. Ihr Schutz ist sehr schwach und daher nehmen die Menschen ihr Schicksal in die eigene Hand und suchen verzweifelt nach einem Platz, wo sie in Sicherheit sind“, hob sie hervor.
Die 2 Seiten..........................Teil 1 geschrieben von WR , Februar 09, 2010
..........gibt es auch bei dieser Sache.
Wir hier in der Schweiz haben ja schon seit sicher 25 Jahren viele Tamilen als Flüchtlige aufgenommen.
Sier haben sich im allgemeinen gut Integriert, oder sie fallen zumindest nicht weiter auf. Sie arbeiten und Leben ein eher ruhiges Dasein unter uns Schweizern.
Ganz anders wie andere Migranten. Ich denke der Budhismuss ist da sicher hilfreicher wie der Islam.
Die Tamilen haben relativ viele Sympathien bei den Bürgern hier.
Nur gibt es da auch eine andere Seite......
Die der Tamil-Tigers welche von fast allen Tamilen hier in der Schweiz, Abgaben erpressen um ihren Widerstandskampf zu finanzieren. Die Schweiz gilt als eines der Haupteinzugsgebiete für das eintreiben von \"Spendengeldern\" oder wie sie es handhaben, von Lohnprozenten.
Das hat die Tamilen viele Sympathien gekostet.
Zudem haben auch die Tamil-Tigers Selbsmordattentäter ausgebildet und allerghand Greueltaten vollbracht. Deren Anführer waren absolut skrupellos, genau wie die Regieung in Colombo auch, wo sie nun besiegt sind.
Sie sind Moralisch gesehen, keinesfalls hochstehend.
Deren Anführer ist ja in den Endkämpfen gefallen, er hat die schwäche der Regierung in Colombo nie zu nutzen verstanden, und einen Frieden mit Autonomie ausgehandelt, als die Gelegenheit dazu da war. Und solche Gelegenheiten gabs. Nein sie wollten alles haben, mit einer vernunftlösung waren sie nicht zufrieden.
WR
Die 2 Seiten.............Teril 2 geschrieben von WR , Februar 09, 2010
Der Regierung in Colombo kann man allerdings präzise die gleichen Vorwürfe auch machen. Sie ist keinen Deut besser und auch von dummen Vorurteilen und Eigeninteressen getrieben.
Auch sie waren nicht zu Verhandlungen fähig, als die Umstände dazu reif waren.
Aber zum Thema zurück.
Die Menschenrechtsverbrechen sind so gravierend, dass manch erfahrener Beobachter animmt, dass der Kamf der Tamil-Tigers wieder aufflammen wird.
Aber wie gesagt, diese Regierung geniesst nun ihren Sieg und ist sich der Konsequenzen nicht bewusst, die sie mit dem Unterdrücken der Tamilen provoziert.
Man kann kein Land ohne die Menschen, die es bewohnen, Regieren.
Sie werden es also erst mal mit Repression versuchen, anstatt diese besiegten nun in ihren Staat als gleichberechtigte Bürger einzugliedern und ihnen zu zeigen, dass man auch mit Sri-Lankern zusammen leben kann.
In einigen Jahren werden wir die nächste Runde im Guerilla-Krieg da erleben.
Wenn die Generäle in Thailand denken, dass dies ein Vorbild ist, so werden sie irgendwann die Dschihadisten der halben Welt im Süden von Thailand begrüssen dürfen. Das wird dann ein Kampf den die Armee Thailands wohl anfangen,....... aber nicht mehr wird beenden können.
WR
Kampftaktik. geschrieben von WR , Februar 09, 2010
Die Regierungssoldaten haben die Tamilen übrigens mit einer Taktik besiegt, die sie erst vor kurzer Zeit eingeführt haben.
Sie gingen mit kleinen aber zahlreichen sehr beweglichen und mit leichten Waffen ausgerüsteten Einheiten, an ganz verschiednen Orten übers Land verteilt, gegen die Tamil-Tigers vor. Das zwang diese einen Abwehrkampf zu führen, für den sie ihre Kräfte sehr stark aufsplittern mussten.
Sobald die Regierungstruppen aber einen Schwachpunkt erkannten, wurde da mit nachstossenden Verbänden, Luftwaffe und Artillerie angesetzt.
Um so eine Front halten zu können, hätte man sehr bewegliche Einheiten, Luftunterstützung oder eine zahlenmässig sehr grosse Armee gebraucht, alles Dinge die sie aber nicht hatten.
Diese Taktik könnte man auch gegen die Red-Shirts anwenden, aber nur dann erfolgreich, wenn diese keine Unterstützung im Volk haben. Ansonsten sind da wohl 50 millionen Einwohner eine schlechte vorausetzung um so einen totalen Unterwerfungskampf zu führen. Für den Süden von Thailand ist das aber denkbar.
WR
... geschrieben von franz , Februar 09, 2010
""@ wr Ganz anders wie andere Migranten. Ich denke der Budhismuss ist da sicher hilfreicher wie der Islam.""
allerdings sind tamilen in erster linie hindus, es gibt aber auch zu einem geringen prozentsatz christen und moslems. es wäre für dich vielleicht überlegenswert, wenn probleme auftauchen, nicht automatisch moslems dafür verantwortlich zu machen. aber wahrscheinlich werden die tamil tigers, die zahlungen erpressen, die paar prozent moslem bei den tamilen sein. fr
Richtig................. geschrieben von WR , Februar 09, 2010
Die Tamilen sind Hindus und die Singhalesen sind Budhissten. Ich bin mal durch Indien gereist und weiss das eigentlich.
Aber in der Hitze des Gefechtes passierts halt manchmal.
Nur ein so grundlegender Unterschied ist es ja nicht gerade, eher wie der von Katholiken zu Prothestanten.
WR
... geschrieben von EXIL , Februar 09, 2010
So wie eben jeder Deutssprechende ein Deutscher und ein Englischsprechender irgend wie ein Engländer ist?
Wie ist das nun, Hindus, Buddhisten und Muslime, gibt es keinen Unterschied? Alles Terroristen oder was?
Jau, das tut weh!
... geschrieben von EXIL , Februar 09, 2010
Ich bin schon öfter über Afganistan drüber geflogen, sieht auch gefährlich aus.
Hinduismuss.......... geschrieben von WR , Februar 09, 2010
Früher war Sri-Lanka mal rein Budhistisch. Später waren die Tamilen Hinduistisch und die Singhalesen übten sich im Theravada-Budhismuss.
Aber beide glauben an Budha, allerdings haben die Hindus noch viele andere Götter welche verehrt werden.
In Indien war übrigens 5 Wochen mit dem Zug unterwegs. Von Rischikesch und dem Valley of the Flowers im Norden über Rajastan und abstechern nach Varanasi wo die Menschen am Gangesufer kremiert werden, bis tief in den Süden.
WR
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tumbler_p
@bangkokpundit Did you just turn on comment moderation on ur blog? My comment didn't go through. Or was it bcos my comment contained a link?
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bangkokpundit
RT: @thegreglowe: Not The Nation: beware the red ants who push for political change http://bit.ly/96GBaZ #redmarch
vor etwa 4 Stunden
bangkokpundit
@terryfrd NBT is the govt channel and always has been regardless of who i the government
vor etwa 4 Stunden
(Bangkok, 27.02.2009 - Mark Teufel) Thaksin Shinawatra dürfte inzwischen sehr
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..........gibt es auch bei dieser Sache.
Wir hier in der Schweiz haben ja schon seit sicher 25 Jahren viele Tamilen als Flüchtlige aufgenommen.
Sier haben sich im allgemeinen gut Integriert, oder sie fallen zumindest nicht weiter auf. Sie arbeiten und Leben ein eher ruhiges Dasein unter uns Schweizern.
Ganz anders wie andere Migranten. Ich denke der Budhismuss ist da sicher hilfreicher wie der Islam.
Die Tamilen haben relativ viele Sympathien bei den Bürgern hier.
Nur gibt es da auch eine andere Seite......
Die der Tamil-Tigers welche von fast allen Tamilen hier in der Schweiz, Abgaben erpressen um ihren Widerstandskampf zu finanzieren. Die Schweiz gilt als eines der Haupteinzugsgebiete für das eintreiben von \"Spendengeldern\" oder wie sie es handhaben, von Lohnprozenten.
Das hat die Tamilen viele Sympathien gekostet.
Zudem haben auch die Tamil-Tigers Selbsmordattentäter ausgebildet und allerghand Greueltaten vollbracht.
Deren Anführer waren absolut skrupellos, genau wie die Regieung in Colombo auch, wo sie nun besiegt sind.
Sie sind Moralisch gesehen, keinesfalls hochstehend.
Deren Anführer ist ja in den Endkämpfen gefallen, er hat die schwäche der Regierung in Colombo nie zu nutzen verstanden, und einen Frieden mit Autonomie ausgehandelt, als die Gelegenheit dazu da war.
Und solche Gelegenheiten gabs. Nein sie wollten alles haben, mit einer vernunftlösung waren sie nicht zufrieden.
WR