Das Massaker in der Krue Se Moschee nähert sich dem 4. Jahrestag
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News - Touristik
Sonntag, den 27. April 2008 um 22:30 Uhr
Am 28. April 2004, griffen mehr als 100 militante Jugendliche mit Macheten und veralteten Gewehren, die meisten aber unbewaffnet, 10 Polizeiposten im Süden Thailands an. Sie wurden jedoch bereits erwartet, und die meisten bei dem Angriff getötet. 32 retteten sich in die Krue Se Moschee, die von der Armee entgegen dem Befehl der Politik gestürmt wurde und alle tötete, teilweise durch Kopfschüsse aus nächster Nähe.

Dieser Vorfall hatte die Spirale der Gewalt angeheizt und zu bisher über 3000 Toten geführt. Dabei ist oft nicht klar, von welcher Seite, welcher Vorfall verursacht wurde. Das Militär hat fast unumschränkte Macht und das Kriegsrecht erlaubt keine Kontrolle der Maßnahmen durch politische oder andere Kräfte. Nur das Militär selbst entscheidet über die eigenen Maßnahmen. Waterboarding wird zum Beispiel, wie in den USA, nicht als Folter angesehen. Und das Verschwinden von Menschen oder das Umkommen in militärischem Gewahrsam ist fast traurige Alltäglichkeit.   

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Der Tot eines, in Militärgewahrsam umgekommenen Moslemischen Geistlichen, hat im Vorfeld des Jahrestages des Massakers in der Krue Se Moschee tausende von Jungen Menschen in die Trainingslager der Militanten getrieben. Wie Geheimdienstberichte erklären, die in den Medien veröffentlicht wurden. Die Gewalt eskalierte in grausamen Akten wie Enthauptungen und Verstümmelungen. Aber Selbstmordattentate, wie in anderen Ländern, sind glücklicherweise bisher ausgeblieben. Aber Analysten erwarten, dass bei einer weiteren Eskalation der Gewalt, auch diese Hemmschwelle bald überschritten werden dürfte. Je größer die Erniedrigung und das Gefühl der Hilflosigkeit gegenüber, aus der Sichtweise der Attentäter, Willkür der Gegner, desto größer die Bereitschaft, auch Selbstmordattentate als Waffe zu benutzen.

Das Militär ist in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden.

Hinweis für Touristen. Bisher sind Touristenorte nicht das Ziel von Attentaten gewesen. Auch sind Ausländer bisher nicht das Ziel von Angriffen gewesen. Aber im Zeitraum um den 28. April empfehlen wir von Individualreisen in die südlichen Unruheprovinzen abzusehen. Bitte besuchen Sie die entsprechenden Seiten des Außenministeriums und beachten sie die dort veröffentlichen Empfehlungen.


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