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Triumph baut Stellen ab ... in Thailand |
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Montag, den 29. Juni 2009 um 21:51 Uhr |
UPDATE -Nachdem die Firma Body Fashion (Thailand) Ltd., eine Tochter der Triumph Gruppe, sich in langen Streits mit ihrer Gewerkschaft befunden hatte, war sie dann in die Schlagzeilen geraten, weil sie eine Gewerkschaftsführerin wegen des Tragens eines T-Shirts, das einen Dissidenten unterstützte, der sich geweigert hatte, beim Abspielen der Hymne des Königs im Kino aufzustehen, gefeuert hatte. Bestätigt von einem Arbeitsgericht, der es als "Unthai" bezeichnete, ohne die Kündigungsgründe an sich zu würdigen. Nun erhöht diese Firma den Druck auf die Mitarbeiter, die im Monat kaum 120 Euro Monatslohn erhalten, indem 37% entlassen werden sollen.
Die Firma erklärt, sie würde die gekündigten Arbeitnehmer fair behandeln und wolle die gesetzliche Abfindung zuzüglich eines Monatslohnes zahlen. Die Gewerkschaft bemängelt, dass die Geschäftsführung nie auf sie zu gekommen wäre, um über den Kostendruck bzw. den Absatzeinbruch zu diskutieren, der nun angeblich zu dieser überraschenden Entlassungwelle führt. Deshalb war die Gewerkschaft auch nicht in der Lage gewesen, Vorschläge für eine solidarische Lösung vorzuschlagen.
http://www.bangkokpost.com/news/local/147414/body-fashion-to-lay-off-1930-workers
Es bleibt ein fader Beigeschmack. Einmal wegen des offensichtlich immer noch fehlenden Willens der Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft. Zum anderen wegen der Entlassungswelle, die natürlich die Gewerkschaft schwächt und zukünftige Streiks und Lohnverhandlungen erschweren wird. Neueinstellungen werden nun erst wieder von der Gewerkschaft überzeugt werden müssen, dass es sich lohnt, Mitglied zu werden.
Auf Grund des Verhaltens der letzten Jahre drängt sich der Verdacht auf, dass unter dem Vorwand der Wirtschaftskrise versucht werden soll, die Gewerkschaft noch stärker zu schwächen. Jedenfalls ist bisher nicht bekannt, dass es ein überprüfbare und eindeutige Informationen über die wirtschaftliche Lage gibt, die so massive Entlassungen rechtfertigen würde.
Im Geschäftsbericht 2008 heißt es noch:
Der für die Berichtsgesellschaft wichtigste Markt für Damenunterbekleidung schrumpfte insgesamt um 3% gegenüber dem Vorjahr. Größere Verschiebungen gibt es zwischen Miederwaren und Unterwäsche. Während Miederwaren nur ein Minus von 1 % zu verzeichnen haben, sanken die Umsätze für Unterwäsche um insgesamt 5 %. Umsatzverluste für Hausbekleidung und Freizeit waren jeweils mit 5 % zu verzeichnen. Im schrumpfenden Marktumfeld hat die Gesellschaft im Berichtsjahr ihre Position gehalten. Wie in den vorangegangen Jahren waren auch in 2008 innovative Produktentwicklungen, schlüssige Vermarktungskonzepte im Einzelhandel, zukunftsfähige Beschaffungsstrukturen und eine effiziente Wertschöpfungskette die Voraussetzungen für den Erfolg von TRIUMPH.
Im Jahr 2008 war der Umsatz im Inland um 1,3% gestiegen und im Ausland um 4,7% gesunken. Wobei das Auslandsgeschäft bei ca. 20% lag. Das betriebliche Ergebnis (Gewinn) lag bei 10 Millionen Euro. Aufgrund von Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne geliefen sich auf 6,3 Millionen Euro. Übrigens betrug der Matieralaufwand 165 Millionen gegenüber einem Personalaufwand von 70 Millionen.
In Prachatai werden Einzelheiten erwähnt, insbesondere, wie die Geschäftsführung Diskussionen mit der Gewerkschaft bewußt aus dem Weg gegangen war.
Unmittelbar am 22. Juni 2009 forderte die Gewerkschaft mehr Erklärungen vom Management. Mr. Kenneth Louis Marshall versuchte ein Treffen mit der Gewerkschaft zu vermeiden und setzte schließlich ein Treffen für den Nachmittag des 24. Juni an. Was dann aber auf den 27. Juni verschoben wurde.
Am 23. Juni begannen die Arbeiter sich zu treffen um über die Entlassungen zu diskutieren, wobei einige Tränen in den Augen hatten. Gleichzeitig wurden die Arbeiter aufgefordert überstunden zu leisten, um Exportlieferungen rechtzeitig fertig zu stellen.
Nach Auskunft der Geschäftsleitung müsste die Firma 50% der Stellen abbauen, um überleben zu können.
UPDATE
Die o.g. Zahlen beziehen sich auf die AG. Auf der deutschen Internetseite des Konzerns heißt es am 29.06.2009:
Unternehmen
Von der schwäbischen Korsettwaren-Manufaktur zu einem der führenden Produzenten von Underwear, vom klassischen Mittelständler zum multinationalen Unternehmen – in 100 Jahren hat Triumph International eine beispiellose Erfolgsgeschichte geschrieben. Und wir setzen damals wie heute unser gesamtes Know-how und unsere Leidenschaft dafür ein, in den Bereichen Mode, Textilien und Gesundheitsbewusstsein immer wieder die Standards zu setzen.
Triumph International gehört zu den weltweit größten Herstellern von Unterbekleidung. Mit seinen Hauptmarken Triumph, sloggi, Valisère und HOM vertreibt das Unternehmen seine Produkte in mehr als 120 Ländern. Triumph erzielt mit über 43.000 Mitarbeitern einen Umsatz von CHF 2,5 Mrd. (2007). In Deutschland gehört außerdem die junge Damenwäschemarke BeeDees zum Portfolio.
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bangkokpundit
@bact Actually #UDD is much shorter
vor 4 Minuten
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bact
@bangkokpundit there're #redmob and #redmarch as well. but i think they have connotations. i go for #redshirt tag myself
vor 6 Minuten
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SWillimann
RT @bangkokpundit: NBT just interview police regarding bangkok traffic. Everything seems normal and is expected to stay throughout the day
vor 8 Minuten
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bangkokpundit
NBT just interview police officer regarding bkk traffic. Everything seems normal and is expected to be normal thoughtout the day #redmarch
vor 12 Minuten
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Material 165 Millionen EURO.
Personal 70 Millionen EURO.
Also ich hab selbst mal ne Firma gehabt.
Aber das verhältniss zwischen Material und Lohnkosten sah ganz wesentlich anders aus.
Auf was deutet das hin? Jdenfalls zusammen mit den anderen Zahlen, nicht auf die Notwendigkeit zur entlassung von 50% der Angestellten.
Schande, hier auch über die Schweiz.
Nach der Entlassung der Mitarbeiter werden dann vermutlich neue Leute eingestellt, aber nur Temporär.
Die kann man auch in Thailand schnell und ohne Abfindung entlassen.
Gewerkschaften haben es so doppelt schwer.
WR