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Samak Sundaravej, auch Samak Sunthornvej (gesprochen sa mak sun to:n vét) ( * 13. Juni 1935 in Thailand - 24. November 2009) war ein thailändischer Politiker und Chef der im August 2007 neu gegründeten Phak Palang Prachachon (PPP ).
Samak galt als reaktionärer Politikveteran, der bereits in den 70er
Jahren Hoffnungsträger der ultrarechten Monarchisten war. Mitte der
70er Jahre war Thailand gespalten zwischen linken und rechten
Aktivisten, während Indochina
unter kommunistische Herrschaft geriet. Am 6. Oktober 1976 gingen
Soldaten und bewaffnete «Hilfstruppen» gegen demonstrierende Studenten
der Thammasat-Universität vor und massakrierten vermutlich hunderte von
ihnen. Kurz danach wurde Samak Innenminister einer vom Militär
eingesetzten Regierung und verschärfte in dieser Position den Kampf
gegen die Studenten und linke Aktivisten, die er massenweise verhaften
ließ.
Nach dem Militärputsch des General Kriengsaks im September 1977
sowie in den relativ ruhigen Folgejahren verschwand Samak als Führer
seiner rechtspopulistischen Pratchakon Thai Partei weitgehend aus den
Schlagzeilen. Als nach einem weiteren Militärcoup 1992 unter General Suchinda Kraprayoon
dieser eine Regierung bildete, war Samak Sundaravej wieder zurück auf
der politischen Bühne als Vizepremierminister. Großdemonstrationen und
ein Machtwort des Königs Bhumibol Adulyadej
zwangen Suchinda jedoch zur Abdankung und ermöglichten die Rückkehr zur
Demokratie. Ende der 1990er Jahre diente Samak als Minister in der
Regierung des damaligen Premierministers Banharn Silpa-archa, unter
anderem zusammen mit Thaksin Shinawatra.
Im Juli 2000 wurde Samak zum Gouverneur von Bangkok gewählt und
versprach als Statthalter der "Stadt der Engel", die Korruption zu
bekämpfen. Nach vier Jahren räumte er aber ein, dass er ihr Ausmaß
unterschätzt hätte und dass man machtlos dagegen sei. Zur Wiederwahl
trat er nicht mehr an. Nach dem Ende seiner Amtszeit als Gouverneur
wurde er Talkmaster im Fernsehen, bevor er im Jahr 2007 den Vorsitz der
neu gegründeten PPP übernahm.
Bei den am 23. Dezember 2007 in Thailand stattfandenden
Parlamentswahlen gewann die PPP die Mehrheit der Stimmen. Nach dem
vorläufigen Endergebnis entfallen 228 der 480 Sitze im Bangkoker
Parlament auf Samaks Partei. Damit verfehlte sie die absolute Mehrheit.
Samak kündigte jedoch an, mit Hilfe einer kleineren Partei eine
Koalitionsregierung bilden zu wollen. Er selbst beanspruchte das Amt
des Prenierministers für sich.
Am 28. Januar 2008 wurde er vom thailändischen Parlament zum neuen
Ministerpräsidenten gewählt. An seiner Regierung sind neben der PPP
fünf weitere, kleinere Parteien beteiligt
Ende August 2008 kommt es zu Massenprotesten gegen Samak, bei denen der
Regierungssitz (Government House) tagelang besetzt wird sowie
kurzzeitig mehrere Flughäfen und Bahnlinien blockiert und ein
Fernsehsender besetzt wird.
Am 9. September 2008 entschied das Verfassungsgericht, dass Samak mit
einer Nebentätigkeit als Koch in einer Fernsehshow gegen die Verfassung
verstoßen habe. Unmittelbar nach der Verkündung des Urteils wurde Samak
für abgesetzt erklärt.
Pläne der PPP, Samak nach der Amtsenthebung als Ministerpräsidenten
wiedereinzusetzen, scheiterten an dem Widerstand der Koalitionspartner,
die am 12. September die Parlamentssitzung boykottierten. Die PPP
erklärte daraufhin, auf eine weitere Kandidatur Samaks zu verzichten.
Am 24. November 2009 verstarb Sama, nach langem Krebsleiden, in Bangkok.
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